Auf neuen Wegen

Lokales
Windischeschenbach
24.04.2015
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Ostern ist zum niedlichen Fest für Kinder verkommen, und für die Sakramente interessiert sich niemand mehr. Regionaldekan Manfred Strigl provozierte seine Zuhörer ganz bewusst.

"Wird er noch Glauben vorfinden? Impulse und Austausch über eine zukunftsfähige Seelsorge", lautet das Thema des Dekanatstages. Waren am Nachmittag im Haus Johannisthal noch Seelsorger die Ansprechpartner des Referenten und Regionaldekans Manfred Strigl, so standen die Ausführungen in geraffter Form am Abend nach dem Gottesdienst offen für alle.

Pfarrgemeinderatsmitglieder, in ihren Pfarreien Engagierte und am Glauben Interessierte und einige Geistliche fanden sich im Klarasaal ein. Strigl wählte das Meditationsbild des heiligen Bruders Klaus von der Flüe, um die nötigen Blickrichtungen im Glauben zu veranschaulichen. Auf dieser Darstellung gibt es den Blick zur göttlichen Mitte, durch Strahlen dargestellt. Mit Gebet, neuen Büchern und der Bereitschaft dazuzulernen, sei eine zukunftsfähige Seelsorge möglich. Mit einem von Pfarrer Gereon Alter im "Wort zum Sonntag" am Karsamstag in der ARD gesprochenen Gedanken setzten sich Referent und Zuhörer auseinander. In der Ansprache ging es darum, dass das Bewusstsein für die Bedeutung kirchlicher Feste oft verloren gegangen sei und Ostern nur noch als niedliches Kinderfest verstanden. Ebenso würden der Wert und die Gewichtigkeit der Sakramente nicht mehr wahrgenommen. Strigl stellte verschiedene Modelle der Pastorale vor, so die missionarische Seelsorge, die Papst Franziskus lebe und die Kirche auffordere, nach außen zu gehen, oder die charismatische Pastorale.

Näher erklärt wurde das Konzept der "einfachen Seelsorge", vom Theologen Professor Hubert Windisch erarbeitet, das mit konzentrischen Kreisen dargestellt wird und sich von innen nach außen in Elemente von unverzichtbar, notwendig, sinnvoll bis möglich gliedert. "Handeln Sie antizyklisch und laufen Sie nicht mit dem Trend", riet der Referent den Zuhörern.. Beim anschließenden Meinungsaustausch war jeder Einzelne gefragt, seine Vorstellungen einer Seelsorge einzubringen.

Zur Sprache kamen das Vertrauen in die Jugend, die Geduld, das Abwarten-Können, der Einfluss in den Familien und die Rolle der Schule. Es konnte zwar keine für alles anwendbare und gültige Lösung gefunden werden, aber man war sich einig, dass mit Hilfe des Heiligen Geistes neue gangbare Wege für die Zukunft gefunden werden können.
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