Ausbauen, solange das Geld reicht

Lokales
Windischeschenbach
17.10.2015
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Die Frage, ob 350 000 Euro reichen, um alle Ortsteile mit schnellem Internet zu versorgen, ließ sich am Mittwoch in der Sitzung des Stadtrats nicht klären.

Einig war sich das Gremium aber, den Breitbandausbau weiter voranzutreiben. Nach dem Stadtgebiet sollen nun in einem zweiten Schritt Ödwalpersreuth, Pleisdorf, Schweinmühle, Naabdemenreuth einschließlich KTB, Berg, Harleshof, Nottersdorf, Bach, Gerbersdorf und Johannisthal angeschlossen werden. Aus dem Fördertopf stehen noch 305 000 Euro zur Verfügung, der Eigenanteil der Stadt beträgt 45 000 Euro. "Wenn das Geld reicht, könnte bald jeder Haushalt mit einem leistungsstarken Internet versorgt sein", sagte Bürgermeister Karlheinz Budnik. Im Stadtkern Windischeschenbach und im Ortskern Neuhaus wolle die Telekom bis 2017 selbstständig das Netz ausbauen. Die Sprecher aller Parteien begrüßten das Vorhaben.

Maßnahme abgerechnet

Mit einer etwas trockenen Materie musste sich der Stadtrat beschäftigen, obwohl es um Wasser ging. "Die Sanierung der Wasserversorgung ist nun auch formell abgeschlossen", gab Budnik bekannt. "Nun kann die Maßnahme abgerechnet werden."

Die Hausbesitzer hätten bereits zwei Raten gezahlt. Mit 1,6 Millionen Euro sei die Sanierung billiger geworden, als anfangs angenommen. Für die dritte Rate errechnete Kämmerer Bernhard Schäffler 23 Cent pro Quadratmeter Grundstückfläche und 1,18 Euro pro Geschossfläche. "Der Stadtrat hat Wort gehalten", freute sich der Bürgermeister. "Wir haben versprochen, dass die dritte Rate billiger wird."

Bauwillige zahlen künftig 59 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 3,07 Euro pro Geschossfläche für die Erschließung. Die Stadt wird die Bescheide noch in der zweiten Oktoberhälfte verschicken.

Reine Formsache war die Bestätigung des neuen kalkulatorischen Zinssatzes. Dieser beträgt nun vier Prozent. Zur Kenntnis nahm das Gremium die Ergebnisse der überörtlichen Kassenprüfung und der Jahresrechnung 2011 bis 2014.

Neuer Abwasserkanal

Abschließend gab Budnik zwei Entscheidungen des nicht-öffentlichen Teils der September-Sitzung bekannt. Um die Sanierung des Abwasserkanals in die Wege zu leiten, hat das Stadtrat das Ingenieurbüro Zwick mit den Planungen beauftragt. Ein weiterer Auftrag ging an das Architekturbüro Markus Götz, das sich um die Dorferneuerung Neuhaus kümmern soll
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