Bernsteiner Ehrenbürger starb im Landkreis Regensburg
Wilhelm Müller ist tot

Lokales
Windischeschenbach
04.02.2015
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Der Ehrenbürger von Bernstein, Wilhelm Müller wäre in wenigen Monaten 90 Jahre alt geworden. Müller war 1953 als "Schulmeister", wie er sich oft selbst bezeichnete, in die damalige Dorfgemeinschaft Bernstein gekommen, wo er sich nicht nur als Lehrer, sondern auch als Gemeindeschreiber und Impulsgeber der Flurbereinigung Bernstein engagierte.

Er allein war es, der am 22. Mai 1956 nach Bamberg gereist war und dort anregte, die Flurbereinigung zunächst ohne Rückhalt der Einwohner zu erledigen. Aufgrund dieser Überzeugungsarbeit kam es zwischen 1956 und 1969 mit großem Erfolg zur Flurbereinigung in Bernstein und Pleisdorf. Einzigartig sind Müllers rund 400 Bilder, die er bis zum offiziellen Ende der Maßnahme 1985 anfertigte. Sie belegen den enormen Fortschritt der damaligen Landgemeinde Bernstein seit damals.

In einem Nachruf würdigte Bürgermeister Karlheinz Budnik dieses Engagement. "Durch seinen unermüdlichen Einsatz wurde aus einem Fleckerlteppich von zum Teil kleinsten Grundstücken große und für eine moderne Bewirtschaftung ausgerichtete Agrarflächen." Im Zuge dessen bekam die Straßen rund um Bernstein eine Asphaltdecke, das Schulhaus wurde modernisiert und eine Gemeinschaftsgefrieranlage in der Ortsmitte eingerichtet. Die Leistungen Müllers würdigte der Gemeinderat am 10. September 1971 mit der Ehrenbürgerwürde. Später zog die Familie Müller in ihr neues Haus in Hainsacker bei Lappersdorf. Der Kontakt nach Bernstein riss jedoch nie ab.
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