Download in "Tatort-Länge"

Lokales
Windischeschenbach
18.04.2015
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Der Breitbandausbau in Windischeschenbach geht in die zweite Runde. Nach Bernstein, Gleißenthal, Dietersdorf und dem Gewerbegebiet Neuhaus sind nun alle jene Ortsteile an der Reihe, die bislang nicht zum Zuge gekommen sind.

Bis Juni sollen die Arbeiten in den ersten Gebieten abgeschlossen sein. Ins schnelle Internet investierte die Stadt 538 982 Euro und erhielt dafür eine Förderung von 485 084 Euro. Nun sind die Ortsteile Harleshof, Nottersdorf, Bach, Gerbersdorf, Berg und Naabdemenreuth an der Reihe.

Positiv bewertete Bürgermeister Karlheinz Budnik die Tatsache, dass entlang der Staatsstraße 2181 von Windischeschenbach nach Erbendorf bereits ein Glasfaserkabel verlegt ist. Außerdem will die Gemeinde Falkenberg der Jugendherberge Tannenlohe schnelles Surfen ermöglichen. Doch dies ist aus technischen Gründen nur von Windischeschenbach aus möglich. "Vielleicht gibt's eine höhere Förderung für interkommunale Zusammenarbeit", spekulierte der Rathauschef.

Schnelles Intenet

Die Stadt möchte mit dem zweiten Ausbau den noch nicht voll ausgeschöpften Förderbetrag und die neu überarbeiteten bayerischen Breitband-Förderrichtlinien nutzen. Um die Maßnahme zu beschleunigen, wird das Beratungsbüro IK-T in Regensburg beauftragt, das bereits das erste Verfahren betreut hat. Mit der Telekom muss noch geklärt werden, ob sie das Netz im Kerngebiet von Windischeschenbach und Teilen von Neuhaus ausbauen möchte. Die Fraktionen begrüßten den weiteren Schritt in Richtung Breitbandausbau.

Heinz Uhl (CSU) berichtete von Nutzern mit einem Kleingewerbe, bei denen ein geschäftlich benötigter Download bisher "Tatort-Länge" in Anspruch genommen hat. Auch Werner Sauer (SPD) ist der Meinung, dass "man an schnellem Internet nicht mehr vorbeikommt." Josef Söllner (Frei Wähler) merkte an, dass die bayerische Staatsregierung lange genug gebraucht habe, um zu merken, dass auch das Land schnelles Internet benötige.

Künftig Ökostrom

Der Stadtrat setzt künftig auf Ökostrom. Einstimmig entschloss sich das Gremium, die Firma Kubus mit der Vorbereitung zur Bündelausschreibung für 2017 bis 2019 zu beauftragen. Den "Qualitätsbonus plus" vom Freistaat für die Kindertagestätten möchte sich die Stadt nicht entgegen lassen. Um den Zuschuss zu bekommen, muss die Kommune den gleichen Betrag nochmal drauflegen. Einstimmig entschlossen sich die Räte, 17 500 Euro locker zu machen.

Die Mitglieder der Feuerwehr Bernstein haben für ihr neues Gerätehaus viele Eigenleistungen erbracht. Die Sprecher aller Parteien lobten dies. Um die Asphaltierung muss sich die Wehr nicht selber kümmern, die übernimmt die Firma Braun aus Weiden für 13 756 Euro.
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