Eheleben im Vertrauen auf Gott

Berthold Nastvogel dankte Evi Ziegler für ihr Engagement. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
29.10.2015
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"Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt und die Stufen der Lebenstreppe immer wieder in Angriff nimmt."

Unter dem Zitat von Antoine de Saint Exupery stand der Gottesdienst, den 23 Ehepaare in der Pfarrkirche feierten. "Wir wollen nicht die Treppen zählen, die sie in ihrem gemeinsamen Leben erstiegen haben, sondern wir wollen dankbar sein für all jene Stufen, die sie als Ehepaar bisher geschafft haben", betonte Pfarrer Hubert Bartel, der in fünf Gedanken das Bild der Lebenstreppe, das vor dem Altar aufgebaut war, näher betrachtete. Im Rückblick auf Leid und Freude solle man sich nicht nur an Schicksalsschläge und Enttäuschungen erinnern, sondern auch daran, dass der Mörtel der Liebe ungeheuer wichtig sei, um nicht ins Stolpern zu geraten. "Wenn Kinder und Enkel hautnah erleben konnten, wie mit Krisen umgegangen wurde, haben sie dabei vielleicht mehr gelernt als in den glücklichen Tagen." Heute sei es an der Zeit, dem Herrgott zu danken. Wer im Glauben und Vertrauen auf die Gegenwart Gottes die Stufen nehme, überwinde sie schneller oder könne sogar schon einmal eine überspringen.

Versprechen erneuert

Der Prediger zitierte ein Gedicht von Hermann Hesse: "Jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern." Im Anschluss an die Predigt legten die Jubelpaare erneut das Eheversprechen ab, und Pfarrer Bartel erteilte jedem einzelnen Paar den Segen Gottes.

Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst, den Chordirektor Helmut Wolf mit dem Chor "Bella Voce" festlich umrahmte, wurde im Pfarrheim, das der Sachausschuss "Ehe und Familie" zum Festsaal umfunktioniert hatte, gebührend gefeiert. Sachausschuss-vorsitzender Berthold Nastvogel und Pfarrer Bartel überreichten jedem Jubelpaar eine Kerze und eine Rose. Brunhilde Eckert spielte Klavier. Hannes Rupprecht sorgte mit humoristischen Vorträgen für Stimmung.
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