Experten informieren über Patientenverfügung
Kreislaufkollaps schärft Bewusstsein

Lokales
Windischeschenbach
26.09.2014
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Deutlicher hätte die Brisanz des Themas nicht dargestellt werden können. Vor den Augen der zahlreichen Anwesenden beim Infoabend zum Jahrestag des Patientenverfügungsgesetzes im "Weißen Schwan" erlitten zwei Besucher einen Kreislaufkollaps. Glücklicherweise hatten die beiden anwesenden Mediziner Klaus Schmitt und Dr. Thomas Gierisch das ganze schnell im Griff.

Dieser Zwischenfall verdeutliche allen Besuchern, wie unvorhersehbar und schnell die eigene Gesundheit an ihre Grenzen stoßen kann. Umso interessierter verfolgten sie die Ausführungen des Expertenteams zu den Themen Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht.

Diese schriftlich abgefassten Willenserklärungen regeln das weitere Vorgehen im medizinischen, finanziellen und persönlichen Bereich des Urhebers, wenn sich dieser aufgrund von Unfall oder Krankheit nicht mehr selbst äußern kann. Während Klaus Schmitt praxisbezogen über die notwendigen Punkte referierte, mit denen man sich in einer Patientenverfügung auseinandersetzen sollte, erläuterte Notar Marcel Wollmann die rechtlichen Hintergründe und gab Tipps für die Erstellung der Dokumente. Auch die Bestellung eines Berufsbetreuers, wenn im Vorfeld nichts schriftlich fixiert wurde, kam zur Sprache. "Für mich sind solche Dinge die wichtigsten, die geregelt werden müssen", beteuerte Richard Eibl. Oft werde dies auf die lange Bank geschoben.

Wie der Generationenberater ausführte, rücke das Thema Vorsorge und Pflege wegen der stetigen Überalterung der Bevölkerung immer mehr in den Fokus. Dies verdeutlichte auch das riesige Interesse der Bürger, die querbeet durch alle Altersgruppen sogar den letzten Platz im "Schwanersaal" besetzten.

Nach einer umfassenden Information durch die von Johannes Eibl moderierten Fachvorträge kamen aus dem Publikum viele konkrete Fragen.
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