Folgen der Kriege wirken nach

Bürgermeister Karlheinz Budnik erinnerte in seiner Rede zum Volkstrauertag an die Opfer der beiden Weltkriege. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
19.11.2014
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"Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, und vor 75 Jahren brach der Zweite Weltkrieg aus", erinnerte Bürgermeister Karlheinz Budnik in seiner Rede zum Volkstrauertag.

"Zwei traurige Jubiläen, die unvorstellbares Leid über die Menschen gebracht und die Welt grundlegend veränderten haben - mit Folgen bis heute." Der Gedenktag zum Volkstrauertag setze ein Zeichen: "Wir bekunden, dass wir uns unserer Geschichte stellen. Wir verleihen unserer Trauer und unserem Entsetzen Ausdruck, und wir machen deutlich, welche Werte für uns zählen."

Frieden verteidigen

Vor dem Denkmal der Kriegergedächtniskapelle und im Schein zahlreicher Fackeln, forderte Budnik dazu auf, Frieden, Freiheit und die Menschenrechte zu bewahren. "Sie werden einem nicht geschenkt, sondern müssen errungen und verteidigt werden." Dass es sich lohne, für diese Werte einzutreten, habe die Geschichte gezeigt. "Deutschland machte sich an den Wiederaufbau, knüpfte an seine demokratischen und freiheitlichen Traditionen an und stellte sich seiner Geschichte."

Der Rathauschef erinnerte auch daran, dass der Volkstrauertag mit den beiden großen Kriegen eng verbunden sei. Er wurde nach dem Ersten Weltkrieg ins Leben gerufen, um die Gefallenen im Gedächtnis zu behalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien das Gedenken und die Erinnerung an die Opfer von Gewaltherrschaft hinzugekommen. Im Gedenken an alle Opfer beider Weltkriege legte der Bürgermeister, begleitet von einem Ehrensalut, einen Kranz nieder.

Gedenken als Mahnung

Stadtpfarrer Hubert Bartel bezeichnete den Volkstrauertag als Mahnung. "Der Tag ist Erinnerung daran, sich für den Frieden einzusetzen und ihn zu leben." Der Geistliche erinnerte an das Tagesevangelium, in dem gefordert werde, gemäß seinen Talenten zu leben und seinen Fähigkeiten gerecht zu werden. "Versuchen wir, mit immer mehr Menschen in Frieden zu leben, mit unserem Glauben zu wuchern und die Talente zu nutzen und nicht zu vergraben."

Gedenkfeiern gab es auch in Neuhaus und Bernstein. Budnik dankte allen, die an den Feiern teilgenommen und mitgewirkt haben. Dank galt auch Gemeindereferent Helmut Nürnberger, der "Stadtkapelle", den "Neuhauser Boum", dem Kirchenchor St. Emmeram, den Feuerwehren Windischeschenbach, Bernstein und Neuhaus, den Pfadfindern und der DJK.
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