Geistliche Abendmusik unter der Leitung von Chordirektor Helmut Wolf kommt gut an
Besucherandrang im Geo-Zentrum

Neben dem Chor "Bella Voce" (Bild) traten das Trio "Kreizderquer", Laura Mauerer, Doris Weber (Querflöte), Hannah Bräuer (Sopran) und , Lars Amann (Klavier) unter der Gesamtleitung von Helmut Wolf auf. Bild: gag
Lokales
Windischeschenbach
13.11.2015
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Mit 70 Zuhörern hatte Dr. Frank Holzförster gerechnet. Gekommen waren ungefähr doppelt so viele. Am Ende reichten die Stühle nicht mehr aus. "Mit so einem Andrang haben wir niemals gerechnet", staunte der wissenschaftliche Leiter des Geo-Zentrums an der KTB.

"Das ist unser Fanclub", meinte Chorleiter und Pianist Helmut Wolf schmunzelnd. Die Einladung zur "Geistlichen Abendmusik am Bohrturm" mit Chor- und Instrumentalmusik von Georg Friedrich Händel, John Rutter, Giovanni Sammartini, und Arcangelo Corelli hatten diesen Auflauf verursacht. Und beinahe hätte der Chor "Bella Voce" keinen Platz mehr gefunden auf der dicht umlagerten Bühne. Er begann das Konzert mit christlichen Gesängen in deutscher Sprache. "Wo Menschen sich vergessen" von Thomas Laubach und Christoph Lehmann oder "Gott hat mir längst einen Engel gesandt" aus dem Musical "Daniel" erzeugten feierliche Stille. Mit gefühlvoller Klavierbegleitung durch Wolf sang Hannah Bräuer das Solo.

Das Trio "Kreizderquer" Monika Burkhard (Violine, Sopran), Johanna Schmidt (Violine, Alt) und Michaela Gaach (Zither), setzte mit einem "Ave Maria" von Hans Biedermann und dem Instrumentalstück "D'Waldtauberin", einem volkstümlichen Walzer von Hartmut Brand, Kontrapunkte. Aus der Feuerwerksmusik von G. F. Händel präsentierten Laura Mauerer und Doris Weber (beide Querflöte) einen Marsch und das Stück "La Réjouissance", begleitet von Wolf.

"Oh Happy Day"

Erneut stellte sich der Chor "Bella Voce" auf, um dieses Mal eher mit Gospel und internationaler geistlicher Musik zu begeistern. "Burden down Lord", "Here I am Lord" von Daniel Schutte und "Vater unser" von Gé van Hejden waren weniger bekannt. Bewegung kam sowohl in die Sänger als auch ins Publikum beim traditionellen Spiritual "Oh Happy Day" (Satz Helmut Wolf). Bemerkenswert war die gute Akustik im Geo-Zentrum, wo bis vor kurzem die Ausstellung "Klimafaktor Mensch" zu sehen war. Die Betondecke lenkte nicht ab, ließ Musik und Gesang klar und voll tönen. Dies kam auch der nachfolgenden Darbietung zugute. Das Trio "Kreizderquer" kredenzte die Sonata Opus 3 Nr. 1 von Arcangelo Corelli (1653-1713) als kammermusikalischen Genuss. Georg Friedrich Händel, als Zeitgenosse Corellis, hat etwa zur selben Zeit die "Sonata Allegro F-Dur" komponiert, die wieder Weber und Mauerer auf der Querflöte zelebrierten, bevor zum dritten Mal der Chor Aufstellung nahm. "Der Herr ist mein Hirte" (Musik von Colin Mawby 2006) sowie "The Lord bless you and keep you" des etwas unkonventionelleren englischen Chorleiters und Komponisten von Kirchenmusik, John Rutter, erhielten großen Applaus.

Publikum fordert Zugabe

Gefordert wurde der Chor mit dem "Halleluja" von G. F. Händel, begleitet am Klavier von Lars Amann. Die Zuhörer spendeten tosenden Applaus. Eine Zugabe war unumgänglich. "Die einzige, die wir dabei haben", scherzte Chorleiter Wolf, bevor er "Hebe deine Augen auf" von Felix Mendelssohn Bartholdy dirigierte.
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