Geld bleibt in der Region

Wer hätte das gedacht? Trotz der Bauarbeiten für das neue Kinderhaus ist auf dem Schulsportplatz immer noch genügend Platz zum Fußballspielen übrig. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
11.07.2015
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Der Rubel rollt. Der Stadtrat vergab am Mittwoch Aufträge von rund 950 000 Euro. Davon entfallen 542 700 Euro auf die Arbeiten für das neue Kinderhaus.

Bürgermeister Karlheinz Budnik freute sich, dass ausschließlich Firmen aus der Region zum Zuge kamen. "Das ist ein kräftiger Impuls für die Infrastruktur", sagte er. An die Firma Sperber Heizung & Bad aus Windischeschenbach gehen die Aufträge für die Heizungs- (86 612 Euro) und die Sanitärarbeiten (66 048 Euro). Um die Elektrotechnik wird sich die Firma Höllerer aus Floß kümmern (146 894 Euro). Das Flachdach (143 931 Euro) montiert die Firma Albert Sperber aus Windischeschenbach. Die Leichtmetallarbeiten (99 215 Euro) übernimmt die Firma Metallbau Forster aus Mitterteich.

Während CSU-Sprecher Markus Weidner es begrüßte, dass "ein Großteil der Wertschöpfung in Windischeschenbach bleibt", regte sich in den Reihe der SPD Unmut. Obwohl in vielen schweißtreibenden Sitzungen Bauweise und Standortfrage des neues Kinderhauses geklärt worden waren und sich die große Mehrheit des Stadtrats dafür ausgesprochen hat, hob Stefan Seitz (SPD) erneuert den Zeigefinger, um an die seiner Meinung nach kostengünstigere Modulbauweise zu erinnern.

Seinen Vorschlag hatte das Gremium damals nicht in Erwägung gezogen. "Sie müssen verstehen, dass Teile der SPD aus diesem Grund auch hier mit Nein stimmen werden", kündigte er an. Während die CSU die Auftragsvergaben geschlossen absegnete, stimmten Seitz, Reimund Zeitler (beide SPD) sowie Annette Dietl (Freie Wähler) dagegen. Bürgermeister Karlheinz Budnik erinnerte Seitz daran, dass im Falle eines Modulbau-Kindergartens kaum einer der Aufträge in der Region, geschweige denn im Stadtgebiet geblieben wäre. "Vielleicht hätten wir lediglich einen Landschaftsgärtner beauftragen können, aber alle anderen Arbeiten hätten Firmen aus anderen Teilen Deutschlands ausgeführt."

Neue LED-Leuchten

Der Stadtrat hatte noch weitere Arbeiten zu vergeben. Die Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße soll auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt werden. Die Lampenmaster werden weiter verwendet. Insgesamt gibt es in der Hauptstraße 46 Hänge- und 24 Standleuchten. Dadurch könnten jährlich 3339 Euro eingespart werden. Der Anschaffungspreis von 26 061 Euro würde sich in 7,8 Jahren amortisieren. Außerdem verringere sich der jährliche CO2-Ausstoß um 9,2 Tonnen. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht.

Damit das Flickwerk Burgstraße bald der Vergangenheit angehört, beauftragte der Stadtrat die Firma Windschiegl aus Neuhaus mit dem Straßenbau (317 413 Euro) und dem Bau der Wasserleitungen (62 567 Euro). Auch dafür hoben alle Räte die Hand.

Bodenproben

Die ehemalige Hausmülldeponie "Ziegelhütte" soll saniert werden. Um im Vorfeld genaue Untersuchungsergebnisse zu bekommen, müssen Bodenproben und Bohrungen vorgenommen werden. Das Gremium beauftragte damit die Spezialfirma Terrasond aus Bad Bibra zum Preis von 20 791 Euro.

Wohlwollend nahmen die Räte eine Information der Pfarrei St. Emmeram entgegen. Auf dem katholischen Friedhof sollen demnächst Urnenfelder ausgewiesen werden. Außerdem ist vorgesehen, ein sogenanntes Sternengrab anzulegen, in dem Fehlgeburten oder auch Totgeburten bestattet werden können. (Angemerkt)
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