Gelungene Premiere: "Wirts-Liesel" liebäugelt auf der Bühne mit dem "Mordskerl"

Gelungene Premiere: "Wirts-Liesel" liebäugelt auf der Bühne mit dem "Mordskerl" (ui) Die "Wirts-Liesl" (Brigitte Flieger) suchte am Freitag im Schafferhof Schutz bei einem flüchtigen Mörder (Johannes Vollath), der in ihr Gasthaus gekommen war. Allein sein wollte sie nicht, als der Vater (Gerald Wildgans) mit seinen Kumpanen "Jager-Kare" (Karlheinz Budnik) und "Goaßbock-Peter" (Ludwig Müller) loszieht, um den schmerzvollen Rosenkranz zu beten, oder eigentlich um sich zu betrinken. "Ein Mann, der den eige
Lokales
Windischeschenbach
03.11.2014
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Die "Wirts-Liesl" (Brigitte Flieger) suchte am Freitag im Schafferhof Schutz bei einem flüchtigen Mörder (Johannes Vollath), der in ihr Gasthaus gekommen war. Allein sein wollte sie nicht, als der Vater (Gerald Wildgans) mit seinen Kumpanen "Jager-Kare" (Karlheinz Budnik) und "Goaßbock-Peter" (Ludwig Müller) loszieht, um den schmerzvollen Rosenkranz zu beten, oder eigentlich um sich zu betrinken. "Ein Mann, der den eigenen Vater erschlagen hat, der fürchtet sich vor nichts", argumentiert die junge Frau, die eigentlich dem braven "Mesner-Sepp" zur Braut versprochen ist. Von dem frommen Langweiler, der auf die Dispens aus Rom für die Hochzeit wartet, will sie wenig wissen. Der gut aussehende Mörder wird zum Held. Denn so einer, der den Vater (Hannes Rupprecht) erschlagen hat, müsse schon ein echter Kerl sein, meint auch die Witwe "Weber-Kathl" (Kerstin Windschiegl). Das Blatt wendet sich, als der Totgeglaubte mit einer blutenden Wunde leibhaftig im Wirtshaus steht. "Du sollst Vater und Mutter ehren. Was ist das für ein Ehrung, wenn du einen Schlag bekommst, dass du die Engel singen und die Cherubime und Seraphine die Trommeln schlagen hörst?", schimpft er mit zahlreichen weiteren Verweisen aus der Bibel über seinen missratenen Sohn. Rupprecht hat ein über 100 Jahre altes irisches Theaterstück ins Bayerisch, Böhmische übertragen. Zusammen mit den starken Akteuren der Laienspielschar Windischeschenbach ist ihm eine Aufführung gelungen, die Elemente des Bauernschwanks mit einbaut, aber weit darüber hinaus geht. Weitere Aufführungen sind am Freitag und Samstag, 7. und 8. November um 20 Uhr sowie einen Tag später am Sonntag, 9. November, um 17 Uhr. (Ausführlicher Bericht auf Seite 40 ) Bild: ui
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