Gewerkschaft hadert mit neuen Sozialgesetzen
Reizwort Hartz

Lokales
Windischeschenbach
21.01.2015
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Die Auswirkungen der Hartz-Gesetze, die der Bundestag vor zehn Jahren verabschiedet hat, standen im Mittelpunkt eines DGB-Frühschoppens im Sportheim der SpVgg. Daneben ging es um den Mindestlohn und seine Auswirkungen. Auf Einladung des Vorsitzenden Horst Lepke referierte dazu Regionssekretär Peter Hofmann.

Wie Hofmann ausführte, hätten die Hartz-Gesetze zur Erosion der Normalarbeitsverhältnisse geführt. Beschäftigung als Leiharbeiter, in Befristung, als Minijobber und in Teilzeit habe seitdem enorm zugelegt. Mittlerweile seien fast acht Millionen Menschen davon betroffen. Die Einkommen seien überall dort gesunken, wo es keine Tarifverträge, keine Betriebsräte und Gewerkschaften in den Betrieben gegeben habe. Unterm Strich hätten die Änderungen der Sozialgesetzgebung gravierende Verschlechterungen sowie eine zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich gebracht. Mit der Einführung eines Mindestlohnes versuche Berlin nun, diese Schieflage etwas zu korrigieren. Zwischenzeitlich arbeiten fast 5 Millionen Menschen unterhalb der Schwelle von 8,50 Euro. Hofmann: "Es gilt deshalb, für alle Betroffenen nicht nur die Einführung durchzusetzen, sondern auch für die Überwachung zu sorgen." Denn betrachte man nun die Ankündigung von Preissteigerungen in weiten Teilen der Dienstleistung, dann werde deutlich, wie dort in der Vergangenheit Arbeitsleistung bezahlt wurde.

"Die einschlägigen Geschäftsmodelle waren offenbar nur über Lohndumping lebensfähig", betonte der Regionssekretär. Zudem werde der Eindruck vermittelt, dass hier die Gelegenheit zu Preissteigerungen unabhängig tatsächlicher Kostenentwicklungen genutzt werde. Die Gewerkschaft bietet im Regionsbüro weitere Informationen an. Hofmann empfahl zusätzlich die Hotline 0391/4 088 003
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