Großes Gezeter im Burghof

Lokales
Windischeschenbach
08.06.2015
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Zum Glück saß am Samstagvormittag noch niemand beim Zoigl. "Schaun's, dass asi kumma, sonst schrei i an Hausl", brüllte die Frau im Burghof entrüstet und briet dem verdatterten Mann kurzerhand einen Blumenstrauß über.

Der Szene folgte zustimmendes Gelächter. Der handfeste Streit war keineswegs echt, sondern stammte aus dem Theaterstück "Der Geisterbräu", für das die Laienspielschar derzeit auf der Naturbühne am Fuße des Butterfassturms der Burg Neuhaus probt.

Am Samstag standen die Schauspieler zum ersten Mal in ihren Kostümen auf der Bühne. Besonders die Beerdigungsszene verlangte den Frauen und Männern alles ab, da die Sonne bereits kurz nach 9 Uhr erbarmungslos vom Himmel schien. Während die Darsteller schwitzten, mischte Daniela Zetzl als Lola Sapristi den Leichenschmaus gehörig auf. Schnell stellte sich heraus, dass der verstorbene Unterbräu nicht nur ein notorischer Weiberheld war, sondern die Brauerei vollkommen heruntergewirtschaftet hatte. So verwunderte es nicht, dass sich schon bald angebliche Verehrer der Witwe und andere Spekulanten einstellten, um sich die Brauerei samt Wirtin unter den Nagel zu reißen. Als das nicht klappte, versuchten es zwei angebliche Verehrer der Witwe als "Geister", die jedoch auf dem Dachboden der Brauerei aneinandergerieten.

An die 30 Schauspieler wirken beim "Geisterbräu" mit. Regie führen Hannes Rupprecht und Renate Prucker. Für die Kostüme ist Gerlinde Schedl zuständig. Die Musiker im Stück stammen aus den Reihen der "Neuhauser Boum".
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