Grüngut lässt sich nur von der Mauer aus in den Container werfen - Bauausschuss stimmt Plänen zu
Gartenfreunde steigen aufs Podest

Die meisten steigen hinten links auf das Mäuerchen, um ihre Gartenabfälle in den Container zu bugsieren. Der Bauausschuss denkt nun über die Anregung von Thomas Wilhelm nach, auf der anderen Seite ein Podest anzubringen. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
16.04.2015
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Die Pläne waren schnell durchgesehen. Der Bauausschuss stimmte allen Vorhaben zu, die am Dienstag auf der Tagesordnung standen.

Kerstin Kropf darf eine Wohnung an das bestehende Haus in der Pfarrer-Hof-Straße anbauen. Der Antrag kam in den Ausschuss, da er nicht dem Bebauungsplan entspricht. Kropf wünscht sich für die Einliegerwohnung ein leichtes Pultdach statt einem Satteldach. Das Gremium sah keine Probleme und stimmte der Befreiung vom Bebauungsplan zu.

Auch gegen die Terrassenüberdachung von Petra Böhme in der Rosenstraße in Neuhaus gab es keine Einwände.

Flachdach kein Problem

Die Umbaupläne von Erwin und Sigrid Schedl liegen ebenfalls im Bereich des Möglichen. Die Schedls wollen ihr Wohnhaus erweitern. Außerdem sollen eine Garage und ein Stellplatz entstehen. Trotz Flachdaches statt Satteldaches und überschrittenen Baugrenzen nach Süden und Osten gab der Bauausschuss sein Einverständnis.

Da für die Friedhofsstraße kein Bebauaungsplan existiert, gelten die Richtlinien für ein allgemeines Wohngebiet. Das Gremium stimmte deshalb dem Vorgaben von Irene Tichy zu, den Dachstuhl zu erneuern und das Gebäude durch einen Anbau zu verlängern.

Allen Gartenfreunden sprach dritter Bürgermeister Thomas Wilhelm aus der Seele. Kaum ist der Winter vorbei, stürmen die Gartler den Grüngutcontainer in der Bahnhofsstraße. Wilhelm hatte Fotos gemacht, um den Räten das Problem zu verdeutlichen. Da Abfälle aufgrund der Höhe des Behälters nur von der Mauer aus einzuwerfen seien, verteile sich der Inhalt nicht gleichmäßig.

"Während auf der einen Seite noch Platz wäre, quillt der Container auf der anderen Seite über." Wilhelm regte ein Podest mit Geländer an, das es den Leuten ermögliche, den Container von allen Seiten zu nutzen. Der Bauausschuss befürwortete den Vorschlag.

Wenige Zentimeter

Waldemar Hampl erinnerte an die oft nicht ausreichende Höhe der Bahnunterführung zur Porzellanfabrik. Er habe beobachtet, dass manchmal nur noch wenige Zentimeter Luft zwischen Mauerwerk und Lkw seien. Er wollte wissen, ob die Bahn an ihrer Unterführung nichts mache könne. Bürgermeister Karlheinz Budnik bezeichnete ein solches Ansinnen als nicht sehr aussichtsreich. "Doch wir können es versuchen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt."
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