Herbert und Resi Pelz traten 1950 vor den Traualtar - Gottesdienst in Johannisthal
Eiserne Hochzeit in der Heimat

Lokales
Windischeschenbach
24.10.2015
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Sie wohnen zwar schon lange nicht mehr in Windischeschenbach, gehen aber allemal noch als echte "Eschaweka" durch: Herbert und Resi Pelz haben noch starke Verbindung zur ehemaligen Heimatstadt, obwohl sie seit Jahrzehnten in Fürth leben.

Regelmäßig besuchen sie Familie und Verwandte. Das Gästezimmer im Elternhaus der Jubelbraut in der Bernsteiner Straße bei Bruder Otto Götz nutzen sie häufig. Näher gekommen sind sich die beiden im Windischeschenbacher Kino, das sich damals hinter dem Rathaus befand. An den Film können sich die Zwei nicht mehr erinnern. "Vermutlich war ich etwas abgelenkt", erklärte der Ehemann schelmisch. Er habe schon etwas "ummeg'schiegelt". Resi Götz war zwar der Ansicht, die Blicke würden ihrer Freundin gelten, aber schließlich kam zusammen, was zusammengehört.

Nachdem sie sich auch beim Gesangverein Frohsinn über den Weg liefen und sich bei Veranstaltungen in der Lindnerhalle näher kam, beschloss das Paar den Lebensweg gemeinsam zu gehen. 1950 heiratete das Paar in St. Quirin. Danach ging's nach Weiden zum Fotografen. Vom Bahnhof wurden sie, wie die Braut sich erinnert, ganz romantisch mit der Kutsche von Ludwig Graf abgeholt. Gefeiert wurde zu Hause. Pelz ist gelernter Installateur. Berufsbedingt entschloss sich das Ehepaar 1957 nach Fürth zu ziehen. Resi Pelz arbeitete in Windischeschenbach in der Porzellanfabrik und in Fürth 30 Jahre lang für die Metz-Werke.

Man sieht den beiden ihr Alter nicht an. Herbert ist 89 und Resi 86. Unklar ist, ob es an der guten Luft bei den regelmäßigen Besuchen vor Ort oder an den sportlichen Hobbies der beiden liegt. Pelz war als junger Mann Fußballer, bis zum Alter von 80 Jahren fuhren beide regelmäßig Ski, waren beim Bergwandern, beim Schafkopfen oder engagierten sich bei der AWO.

Das Ehepaar hat einen Sohn. Inzwischen zählt neben zwei Enkeln auch ein Urenkel zur Familie. Gerne erinnert sich das Paar an viele Reisen nach Skandinavien. "Rund 20 Mal waren wir in Schweden, wo Geschwister wohnen." Da die Familienbande sehr stark sind, feierten sie auch die eiserne Hochzeit hier. Als Überraschung für die Jubilare hatte die Familie einen sehr persönlich gestalteten Dankgottesdienst im Johannisthal organisiert.
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