Keller statt Kühlschrank

Evi Ziegler (rechts), Leiterin der KAB-Senioren, hatte für die Schüler eine alte Wärmflasche, ein Waschbrett und eine Küchenwaage mitgebracht. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
05.03.2015
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Die Mädchen und Buben staunten über das Bügeleisen, das mit heißen Kohlen befüllt werden musste, und das Waschbrett. Wie war es früher? Die KAB-Senioren gaben Antwort.

Senioren und Schüler erlebten gemeinsam einen für beide Seiten lehrreichen Nachmittag. Eingeladen hatte die Leiterin der KAB-Senioren, Evi Ziegler, die sich freute, dass zwölf Schüler der 6. Klasse der Mittelschule mit Lehrerin Gertraud Schraml ins Pfarrheim gekommen waren.

Mit Eifer hatten sich die Mädchen und Buben auf die Begegnung mit den Senioren vorbereitet. Themen waren Krieg, Technik, Schule oder Freizeit. Neben der Lehrerin waren Gemeindereferent Helmut Nürnberger und der Seniorenbeauftragte der Stadt, Josef Söllner, dabei.

Nach dem Krieg

"Wie haben Sie den Krieg erlebt?", lautete ein Frage. Spannung löste die Antwort einer aus Schlesien stammenden Frau aus. Sie berichtete, wie sie ausgesiedelt wurde und was sie alles erlebt hat, bis sie nach Windischeschenbach kam. Wie waren die Verhältnisse damals in der Schule und in den Klassen? Und was gab es für Strafen? Eine Frage, bei der so manche lustige, aber auch ernste Anekdote zur Sprache kam.

Eine Rolle spielte auch das Thema Technik. Wie wurden früher Lebensmittel gekühlt, als es noch keinen Kühlschrank gab? Im kühlen Keller oder auf der Fensterbrett? Und wie hat man sich früher verständigt? Gab es schon Telefon? Wissen wollten die Schüler auch, welche Möglichkeiten es gab, sich nach der Schule zu vergnügen. Die Antwort darauf lautete: Nach der Schule mussten erst einmal die Hausaufgaben gemacht werden, anschließend standen Arbeiten im Haus und Garten an, oder die Kinder arbeiteten bei den Bauern. Spiele stellten sich die Kinder damals mit einfachsten Mitteln her oder machten Fang- und Suchspiele.

Anstrengender Waschtag

Die Schüler lernten auch verschiedene Gegenstände aus der damaligen Zeit kennen, die auf einem Tisch aufgebaut waren. So konnte zum Beispiel auch einmal ein Bügeleisen in die Hand genommen werden, das früher mit glühender Kohle befüllt und zum Bügeln benutzt wurde. Auch ein Waschbrett wurde vorgeführt. Es zeigte, wie lang und anstrengend früher ein Waschtag war.

Zufrieden waren zum Schluss beide - die Senioren und die jungen Leute. "Ein gelungenes Experiment, das wiederholt werden sollte", unterstrich Ziegler.
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