Kleiner Bruder sammelt für KTB

Erbauer und Spendensammler wollen mit der KTB-Turmspardose langfristig die Beleuchtung des Bohrturms sicherstellen. Von links: Manuel Zange, Dr. Frank Holzförster, der gleich einen Schein einwarf, Thomas Witt, Robert Sperber, Andreas Kische, Martin Popp, Sven Herbrecher, Reinhard Fütterer, Hermine Popp, Fabian Fröhlich, Norbert Neugirg und Annette Dietl. Bild: ui
Lokales
Windischeschenbach
07.08.2015
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Tief in der Nacht entstand die Idee für die künftige Co-Finanzierung der Beleuchtung für den Bohrturm des Geozentrums an der KTB. Jetzt wandert die hölzerne Miniaturausführung des Turmes als Spardose durch die Zoiglstuben von Windischeschenbach und Neuhaus.

Stockfinster war es, als Norbert Neugirg nach einem Auftritt mit den Altneihausern zu Martin Popp kam, der gerade seine Zoiglstube zugemacht hatte. Ein kurzes Klopfen, der "Gloser" sperrte wieder auf und setzte sich mit dem Kommandanten auf einen oder ein paar mehr Zoigl an den Tisch. Wie es so ist in der Nacht, kamen die beiden ins Philosophieren, ins Überlegen, von Lösungen gegen die Dunkelheit und die Beleuchtung der Welt im Allgemeinen und die des Bohrturms im Speziellen.

Mit Spenden von Einzelpersonen, Künstlern oder Parteien wollen sie die Strahler auf das Wahrzeichen der Stadt auch in Zukunft zum Leuchten bringen. Als idealen Platz, um so eine Geldsammlung erfolgreich auf die Beine zu stellen, sahen die zwei die Zoiglstuben. Unterstützung kam von Annette Dietl von den Freien Wählern, die sich um den Bau einer passenden Spendenbüchse in der Schule bemühte.

Schüler tüftelten

50 Stunden werden es wohl gewesen sein, die die Zehntklässler Manuel Zange, Andreas Kische, Sven Herbrecher, Fabian Fröhlich und Marcel Schlager investierten, um einen Holzturm zu zimmern. Statt einer Konstruktionszeichnung nahmen sie ein Bild als Vorlage, um den Plexiglasquader, in den das Geld fällt, zweckentsprechend einzubauen.

Neugirg bat die Zoiglwirte intensiv um Unterstützung und Weitergabe der Spendendose von Wochenende zu Wochenende. Die Vorsitzenden der Brauberechtigten in Windischeschenbach, Robert Sperber ("Binner"), und in Neuhaus Thomas Witt ("Bahler") sagten diese ebenso zu wie der Chef der Schutzgemeinschaft "Echter Zoigl vom Kommunbrauer", Reinhard "Kitty" Fütterer. Witt nannte die Idee "eine super Sache". Sperber versprach: "Wir sind dabei."

"Zoigl und KTB gehören zusammen. Sie sind die Leuchttürme für den Tourismus in der Stadt", pflichtete jetzt auch KTB-Chef Dr. Frank Holzförster den nächtlichen Gedankengängen bei. Von Freitag bis Sonntag ist der Turm auch in der ersten Nachthälfte von der Autobahn und aus den anderen Richtungen ein markantes Bauwerk. "Wenn nur ein Prozent der Reisenden von dem Bohrturm zu einem Halt oder Besuch in der Stadt animiert werden, bedeutet das eine ganze Menge Gäste."

Neugirg sprach bei der Übergabe der Spardose an die Zoiglwirte von einem kleinen Geschenk der Bürger und Besucher der Stadt an das Geozentrum, "um zu zeigen, dass uns der KTB-Turm nicht egal ist und dem Geozentrum auch nicht der Zoigl." Man liege hier auf einer Linie, bestätigte Holzförster. So habe man eine Lehrertagung im Oktober extra von Montag bis Mittwoch und nicht von Mittwoch bis Freitag terminiert, damit auch ein Abend in einer Zoiglstube für die Teilnehmer möglich sei.

Auf LED umrüsten

Derzeit laufen die Vorbereitungen, die Beleuchtung auf energiesparende und damit kostengünstige LED-Technik umzurüsten. Danach werde das Anstrahlen der Attraktion pro Jahr kaum mehr als 250 Euro kosten, vermutet Holzförster.
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