Krustenpilz plagt Robinie

Einem Laien fällt nicht auf, dass der Baum in der Jahnstraße krank ist. Der Sachverständige, der sich die Robinie genauer angesehen hat, diagnostizierte einen Brandkrustenpilz. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
15.10.2015
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Totholz in der Krone, Fäule im Stammfuß: Die Tage der Robinie scheinen gezählt. Ein Sachverständiger hat den Baum in der Jahnstraße untersucht und einen Brandkrustenpilz diagnostiziert.

"Er muss zwar nicht sofort gefällt werden, doch wir müssen den Baum beobachten", berichtete Bürgermeister Karlheinz Budnik in der Bauausschuss-Sitzung. Ein dauerhafter Erhalt der Robinie sei nicht möglich, zitierte er aus dem Gutachten.

Die weiteren Tagesordnungspunkte waren schnell erledigt. Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Pläne von Helmut Witt. Er möchte ein Zweifamilienhaus in der Bernsteiner Straße zu einem Dreifamilienhaus umbauen und einen Stellplatz errichten. Da es hier keinen Bebauungsplan gibt, musste das Vorhaben dem Ausschuss vorgelegt werden. Das Gebäude liegt in einem Mischgebiet und fügt sich in die Umgebung ein.

Ähnlich verhielt es sich bei der geplanten Erweiterung des Autohauses Kreinhöfner. Da hier die Abwasserdruckleitung, die aus dem Johannisthal kommt, überbaut werden würde, konnten die Pläne nicht auf dem Verwaltungsweg weitergegeben werden. Doch wie sich herausstellte, lässt sich die Leitung problemlos verlegen. Auch gegen die Befreiung der Festsetzung des Bebauungsplans gab es nichts einzuwenden.

Warum muss der Bau eines Carports von den Stadtvätern abgesegnet werden? Norbert Härtl von der Bauverwaltung erklärte die Situation. Da Josef Sigritz den Unterstand direkt an der Grundstücksgrenze errichtet will, tritt die bayerische Bauverordnung in Kraft. Die verlangt die Genehmigung, wenn insgesamt bis zu neun Metern zum Nachbarn hin bereits bebaut worden sind. "Würde das Carport in der Mitte des Grundstücks stehen, gäbe es keine Probleme", erklärte der Fachmann.

Auch der geplante Geräteschuppen von Martin Käck, eigentlich ein verfahrensfreies Vorhaben, fällt in diese Kategorie. Der Bauausschuss stimmte den Plänen zu.

Heinz Uhl sprach die mangelhafte Beleuchtung auf dem KTB-Parkplatz an. Besucher würden nach Abendveranstaltungen im Geo-Zentrum im Dunklen stehen. Auch hier hatte die Verwaltung eine Lösung parat. Bei der Umrüstung auf LED-Lampen in der Hauptstraße würden voraussichtlich einige Lampen übrigbleiben, die dann beim Geo-Zentrum zum Einsatz kommen könnten.
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