Landrat Andreas Meier berichtet Senioren über Veränderungen nach Wechsel vom Rathaus ins ...
Chef über 350 Mitarbeiter

Lokales
Windischeschenbach
23.01.2015
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Was für manchen schwierig ist, schaffte die Leiterin der Seniorengemeinschaft St. Emmeram, Franziska Michl, durch Weitsicht in der Planung: einen Termin mit Landrat Andreas Meier. Zuerst ließ die Leiterin in Reimform das vergangene Jahr mit 13 Treffen Revue passieren. "Mit Gottes Hilfe weitermachen", so lautete der Wunsch für das neue Jahr.

Meier, der schon als Bürgermeister regelmäßig bei den Senioren gesprochen hatte, äußerte sich erfreut über die breite Rückendeckung, die er aus seiner Heimatstadt erfahre. Im Vergleich zum vorherigen Amt seien die Themen zwar oft die gleichen, jedoch habe man als Landrat zwangsläufig einen anderen Blickwinkel auf die Probleme. Statt der Termine müsse er jetzt die knappe Freizeit lange im Voraus buchen.

Als Bürgermeister habe er rund 56 Mitarbeiter gehabt. Als Landkreischef seien es nun etwa 350 Personen. Gewöhnen musste er sich auch an die vielen Funktionen und Ämter, bekannte Meier. Mehrmals im Monat stehen Fahrten nach München an. Auch Bamberg oder Bad Tölz wie bei der Versammlung der Landräte seien Ziele. "Der Dienstwagen mit Fahrer, dessen Notwendigkeit ich beim Amtsantritt noch nicht erkannt habe, ist unverzichtbar." Meist sei es nötig, im Auto zu arbeiten und die Zeit zu nutzen, sich auf Termine vorzubereiten.

Derzeit leben 430 Asylbewerber im Landkreis. Man müsse für eine vernünftige dezentral Unterbringung sorgen und sich besonders um Jugendliche kümmern, die nach schlimmen Erfahrungen ohne Begleitung hier ankommen, sagte Meier. Positiv merkte er an, dass in der Bevölkerung dazu große Bereitschaft und Aufgeschlossenheit bestehe.

Eine neue Erfahrung sei, dass man als Landrat auch Nein sagen müsse. So stehe man bei Bauvorhaben und -anträgen im Vergleich mit dem Bürgermeisteramt oft auf der anderen Seite. Einen weiteren Unterschied zwischen beiden Ämtern stelle das Geld dar. Sowohl beim Straßenbau bewege man sich in weitaus größeren Dimensionen, als auch bei Investitionen in Bildung und Schulen. Aktuell beschäftige ihn das Großprojekt Gymnasium Neustadt.

Sowohl sein Vorgänger als auch der Kreiskämmerer hätten gut gewirtschaftet urteilte Meier. "So steht der Landkreis Neustadt im allgemeinen Vergleich im guten Mittelfeld." Eine interessante Begleiterscheinung des Amtes sei das persönliche Zusammentreffen mit Prominenten aus den verschiedensten Bereichen wie kürzlich mit Kardinal Marx. "Das Knüpfen von Kontakten hat stets auch positive Effekte für den Landkreis." Er habe seinen Entschluss nicht bereut. "Das Amt des Landrats ist anstrengend aber abwechslungsreich."
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