Liebe zum Detail lohnt sich

Mit viel Liebe haben Alexandra und Andreas Sperber den denkmalgeschützten Vierseithof in Walpersreuth saniert. Nun erhielten sie dafür den Staatspreis für den Erhalt der ländlichen Baukultur. Bild: hfz
Lokales
Windischeschenbach
21.05.2015
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"Wir haben uns in den Hof verliebt", erzählt Alexandra Sperber. Als das Anwesen in Walpersreuth 2002 zum Verkauf stand, fackelten die Sperbers nicht lange. Nun zählt die Familie zu den 13 Preisträgern, die für den Erhalt der ländlichen Baukultur ausgezeichnet werden.

Mit 2000 Euro ist der Preis dotiert, den das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten alle zwei Jahre verleiht. Ausgezeichnet werden denkmalgeschützte und ortsbildprägende Gebäude. "Die Projekte sind mustergültige Bausteine für eine gelungene Innenentwicklung der Dörfer und zugleich wertvolle Investitionen in die Baukultur Bayerns", sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Die Gewinner kommen aus ganz Bayern. Preisverleihung ist am 29. Oktober in der Münchner Residenz.

Insgesamt acht Jahre lang dauerten die Sanierungsarbeiten an dem Vierseithof in Walpersreuth. Alexandra und Andreas Sperber haben viel Geduld, Herzblut und Geld in den Bau investiert.

"Eigentlich sollten die Nebengebäude abgerissen werden", erinnert sich die Bauherrin. Doch letztendlich sei es mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege und dem Amt für Ländliche Entwicklung doch noch gelungen, alles zu erhalten. "Wir haben sehr positive Erfahrungen mit den Denkmalpflegern gemacht, die uns mit fundiertem und historischem Wissen mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind", lobt Sperber. Die Familie habe im Vorfeld auch viel besichtigt. "Viele der Materialien, die wir verwendet haben, gibt es nicht einfach im Baumarkt zu kaufen."

Seit 2012 wohnt die Familie auf dem Hof. "Die grobe Arbeit ist getan, jetzt kommt das Schöne", freut sich Alexandra Sperber. Die Pläne für einen Bauerngarten hat sie schon im Kopf.

Zuschüsse erhielten die Sperbers aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege. Dass sie mit ihrem Hof nun auch den Staatspreis erhalten, freut sie ganz besonders. Ausgewählt wurden sie aus 2000 Projekten.

Der Freistaat hat dafür 21 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Preisträger ermittelt eine Jury aus Architekten, Heimatpflegern und Fachleuten der Verwaltung für Ländliche Entwicklung.
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