Löschdecke in Sakristei

Lokales
Windischeschenbach
30.04.2015
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Feuer im Altarraum, Panik in der Kirche - diese Szenarien will sich niemand vorstellen. Das Bistum Regensburg regte an, sich 2015 schwerpunktmäßig mit der Sicherheit und dem Datenschutz zu beschäftigt. Die Pfarreiengemeinschaft widmete sich nun diesen Themen.

Alle Vorstände, Gruppenleiter, Führungskräfte und ehrenamtlich Engagierte waren zu den Vorträgen eingeladen. Kirchenpfleger Bertwin Fleck führte durch das Programm.

Für die Pfarreiengemeinschaft Neuhaus-Windischeschenbach ist Heinz Uhl der Sicherheitsbeauftragte. Jährlich gibt es ein Thema, auf das die Pfarreien im Bistum ein Augenmerk haben sollen. Für 2015 regte Regensburg an, sich vor allem dem Brandschutz und der Prävention von Unfällen zu widmen. Uhl hatte eine Broschüre mit vielen Anregungen mitgebracht. Wichtig sei, mögliche Gefahren bereits im Vorfeld zu ermitteln, um den Fall der Fälle zu vermeiden. Probleme könnten beispielsweise bei nicht regelmäßig geprüften Elektrogeräten oder offenen Kabeln auftreten. Die Teilnehmer sollten sich außerdem Gedanken machen, ob sie sich in Sachen Erste Hilfe fit fühlen. Die Pfarreiengemeinschaft überlegt, im Laufe des Jahres einen Grund- und Aufbaukurs anzubieten.

Zur Gefahrenermittlung zählt auch, dass man bei Ausflügen ein Erste-Hilfe-Set parat haben sollte. In Bezug auf Kirche oder Pfarrheim stellen sich die Fragen: Wo ist bei Feueralarm der Sammelplatz? Woher weiß ich, dass ich keine Person im Raum vergessen habe? Wo sind die Fluchtwege? Wer kennt sich mit dem Feuerlöscher aus?

Aufgrund neuer Vorschriften wurden im ganzen Pfarrheim die Schlösser zu sogenannten Panikschlössern umgerüstet. "Mit diesen Schlössern kann man jederzeit aus dem Pfarrheim oder den Gruppenräumen hinaus, auch wenn die Tür versperrt ist", informierte Uhl. Im Gang der Gruppenräume und des Kindergartens wurden Rauchmelder installiert. Weitere Melder für das Pfarrheim werden noch besorgt.

Für alle Unwissenden in Bezug auf die Verwendung eines Feuerlöschers soll es im Sommer einen Termin geben, an dem die älteren Feuerlöscher probehalber betätigt werden können, bevor sie durch neue ersetzt werden. Brandvermeidung betrifft vor allem auch eine erhöhte Vorsicht in Umgang mit Kerzen in der Kirche. Angekokelte Haare, brennende Priester- oder Ministrantengewänder können dadurch vermieden werden. Für den Notfall wird eine Löschdecke in die Sakristei gelegt. Uhl wird mit den einzelnen Gruppen relevante Themenbereiche besprechen, Gefahren ermitteln und das Ergebnis an das Bistum schicken.

Josef Hartmann klärte über den Datenschutz auf. Für die Kirche gelte die kirchlichen Datenschutzbestimmung, die im Internet oder im Pfarrbüro eingesehen werden können. Danach muss jeder, der als Vorstand, Leiter oder Pfarrer in der Gemeinde mit Daten hantiert, verantwortlich damit umgehen. Für die Veröffentlichung beispielsweise von verschiedenen Einzel-Fotos im Netz müsse eine Genehmigung der abgebildeten Personen vorliegen. Öffentliche Veranstaltungen bleiben außen vor. Hartmann plädierte an den gesunden Menschenverstand: "Behandelt Daten so, als wären es eure eignen."
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