Loipe startet am Stadtrand

Schnee vor der Haustür: Die Loipe des RSV Concordia kommt bei den Langlauffans gut an. Für die perfekte Spur sorgt Heinz Uhl mit einer kleinen Loipenraupe. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
10.02.2015
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"Hält die Spur?", erkundigt sich Heinz Uhl. "Einwandfrei", ruft Erwin Weiss dem Mann hinterm Steuer der Loipenraupe zu. Darauf haben die Langlauffans seit Jahren gewartet. Endlich ist es wieder möglich, die Skier am Stadtrand von Windischeschenbach anzuschnallen.

Verantwortlich dafür ist der RSV Concordia, der bereits 1988 die kleine Loipenraupe angeschafft hat. Damit lässt sich eine Doppelspur ziehen und eine Skatingstrecke präparieren. "Davor haben wir mit dem Motorschlitten gespurt", sagt Vorsitzender Uhl.

Richtung Bach

Ausgangspunkt ist die Erbendorfer Straße, wo das Auto abgestellt werden kann. Die Strecke führt vorbei an Bach und mündet nach fünf Kilometern in die Wildenreuther Loipe. "Wenn genug Schnee liegt, können wir auch einen Rundkurs über Gerbersdorf spuren", erklärt Uhl. Auch hier kann geparkt werden. Anfänger können die kleine Trainingsloipe beim Vereinsheim hinter dem Geo-Zentrum nutzen.

Am Rückweg werden die Wintersportler mit einem herrlichen Ausblick auf Windischeschenbach belohnt. "Unsere Loipe liegt nicht im Wald. Man sieht zwar sehr viel, aber der Wind kann die Spur schon mal verwehen." Die Anfänge des Skilanglaufs bei der Concordia gehen bis in die 1960er Jahre zurück, als der Verein sogar eine Sprungschanze gebaut hat und Wettbewerbe in der nordischen Kombination austrug.

Der Vorsitzende hofft, dass sich der Schnee noch recht lange hält. "Unsere Loipe wird gut angenommen", freut er sich. Weder mit den Landwirten noch mit dem Jagdpächter gibt es Probleme. Ganz im Gegenteil: "Früher ist jeder gefahren wie er wollte", sagt Uhl. "Mit einer gespurten Loipe können wir die Futterstelle im Wald meiden."

Engagement mit Herzblut

Der Verein betreibt die Langlaufstrecke mit viel Herzblut. Wer Pistenraupe fahren möchte, muss eine Ausbildung machen. Außer Uhl dürfen Sohn Johannes und Matthias Lenk die Strecke spuren. "Wir freuen uns über jede Unterstützung", sagt der Vorsitzende. Die Pläne für nächstes Jahr stehen schon: Wegweiser und Schilder mit Kilometerangaben.
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