Maikundgebung: DGB verspricht Überraschungen
Arbeit der Zukunft

Lokales
Windischeschenbach
16.03.2015
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Mit einigen Überraschungen können in diesem Jahr die Besucher der Maikundgebung rechnen. Die Vorbereitungen des DGB-Ortskartells laufen auf Hochtouren. Federführend ist das örtliche Sozialbündnis, dem die AWO, die KAB, der VdK und der DGB angehören.

Wie in einer gemeinsamen Sitzung im Sportheim besprochen wurde, wird die Kundgebung am Vorabend im Sportheim der Spielvereinigung stattfinden. Thematisch setzt sich die Veranstaltung mit der "Arbeit der Zukunft" auseinander, wobei auch ein Rückblick auf 125 Jahre Maikundgebungen ein Thema sein wird. Maikundgebungen am Ende des 19. Jahrhunderts waren verboten, sie wurden deshalb als Ausflüge gestaltet. Gleichgesinnte erkannte man vor allem durch eine rote Nelke im Knopfloch.

Manfred Haberzeth (DGB) betonte, dass die rote Nelke noch heute das Erkennungszeichen sei. Gleichzeitig wird mit dem Verkauf aber auch die Finanzierung der Kundgebungen ermöglicht.

Seit zwei Monaten gilt nun in Deutschland der Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde. Wie dazu Regionssekretär Peter Hofmann aktuell über die Erfahrungen berichtete, meldeten sich immer mehr Menschen bei der DGB-Hotline. Ihre Anfragen und Erfahrungen machten deutlich, dass es ohne Kontrolle nicht gehe.

Die Betroffenen arbeiteten in der Regel in Betrieben ohne Betriebsrat und ohne Gewerkschaft. "Fehlt es aber an diesen Vertretungsinstrumenten, kommt das einer Einladung zum Missbrauch gleich." Ein Rechtsstaat müsse gewährleisten, dass Gesetze eingehalten würden, forderte Hofmann. Sei dies nicht der Fall, dann bleibe es dabei, dass Sonderzahlungen eingerechnet, geldwerter Vorteil den Lohn ersetze, Arbeit ohne Bezahlung ausgeweitet und Notlagen ausgenutzt würden.
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