Minis retten den Königssohn

Erlebnisreiche Tage verbrachten die Ministranten von St. Emmeram in einem Schullandheim im Vogtland. Bild: wrt
Lokales
Windischeschenbach
10.06.2015
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Das ganze Jahr über zeigen die Ministranten der Pfarreien Windischeschenbach, Neuhaus und Bernstein vollen Einsatz. Als Belohnung ging es in den Pfingstferien in den wohlverdienten Mini-Urlaub.

Zusammen mit Pfarrer Hubert Bartel und dem Erwachsenenteam fuhren über 40 Ministranten mit dem Bus ins Vogtland zum Schullandheim "Am Schäferstein" bei Limbach. Das von den Gruppenleitern und vom Elternteam organisierte Programm startete mit einem Tagesausflug nach Zwickau, wo das August-Horch-Museum besucht wurde. Der Rundgang durch das Museum zeigte eindrucksvoll die Entwicklung der Automobilindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Spaß beim Liedergurgeln

An einem Tag sorgte eine Stationenwanderung für Kurzweil. Auf der Strecke mussten ungewöhnliche Aufgaben bewältigt werden: blindes Malen, Leitergolf oder Liedergurgeln. Die Materialarbeit bot die Möglichkeit, Taschen-Rosenkränze aus Perlen und Schnur mit Hilfe einer besonderen Konten- und Wickeltechnik selbst herzustellen. Ein Höhepunkt war die Lagerolympiade. Nach dem feierlichen Einzug mit Fackel und Fahnen traten die einzelnen Teams in den verschiedensten Disziplinen gegen einander an. Luftballonvolleyball, Wassertransport auf einem Hüpfball und Hinkelsteinweitwurf verlangten Geschick und sportlichen Einsatz. Hier ging das "Team Vatikan" als siegreiches Land hervor. Natürlich war auch für eine entsprechende Abendunterhaltung bestens gesorgt. In der hauseigenen Disco ertönten moderne Technobeats und alte Klassiker. Spätestens bei den Gruppentänzen wie dem "Cupid Shuffle" und dem "Electric Slide" hielt niemand mehr die Füße still.

Ein Abend gehörte wie immer dem "Fantasy-Game" - einer Nachtwanderung, bei der verschiedene Aufgaben zu erfüllen sind. Dieses Jahr galt es, den Sohn eines Königs zu retten, der in einen Werwolf verwandelt worden war. Hierfür benötigten die Gruppen magisches Wasser, Zauberpulver und eine Zauberspruch. All dies galt es unterwegs von Hexen und Mönchen, die von den Gruppenleitern verkörpert wurden, unter diversen Schwierigkeiten zu erhandeln. Es war Vorsicht geboten, denn nicht alle standen auf der Seite der Guten.

Am Abschiedsabend stand unter dem Motto "Bayerischer Abend". Hier traten die einzelnen Gruppen in verschieden Geschicklichkeits- und Wissensspielen gegeneinander an. Maßkrugstemmen, Baumstammrollen und das Erraten von urbayrischen Begriffen sorgten für jede Menge Spaß. Mit einem Abschlussgottesdienst ging der Urlaub zu Ende.

Letzter Einsatz

Für das Erwachsenenteam - bestehend aus Eltern aktiver Ministranten - war dies nach elf Jahren der letzte Miniurlaubs-Einsatz. Ohne deren Zutun wäre keine Freizeit machbar gewesen. Ihnen gebührt Dank und Respekt aller Beteiligten für die übernommenen Aufgaben und die Zeit.
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