Neuhauser Krippenkinder müssen im September nicht in den Kindergarten St. Emmeram wechseln
Kinder dürfen bleiben

Lokales
Windischeschenbach
15.05.2015
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Aufatmen bei den Eltern: Neuhauser Krippenkinder müssen im September nicht in den Kindergarten St. Emmeram wechseln. Der Stadtrat gab am Mittwoch grünes Licht für den Umbau eines Raumes im Kindergarten Heiliggeist.

"Damit ist die Kapazität bis zum letzten Quadratzentimeter ausgenutzt", sagte Bürgermeister Karlheinz Budnik. Die Stadt müsse der gesetzlichen Pflicht nachkommen, für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Krippenplatz bereitzustellen. 15 Mädchen und Buben stehen derzeit auf der Warteliste. "Und diese Liste ist noch nicht abgeschlossen", vermutete der Rathauschef. 2014 seien in Windischeschenbach 39 Babys registriert worden - ein neuer Rekord.

Der Tagesordnungspunkt, einen weiteren Raum umzubauen, sei ganz kurzfristig noch in die Sitzung mit aufgenommen worden. "Doch wenn wir jetzt nicht handeln, könnte die Zeit knapp werden", mahnte Budnik. Auch das Kreisjugendamt und die Caritas hätten sich nun für eine Übergangsgruppe im Kinderhaus Neuhaus ausgesprochen.

25 000 Euro Kosten

Der Bürgermeister rechnet mit Kosten in Höhe von 25 000 Euro. Darin enthalten sind eine Akkustikdecke, energiesparende Beleuchtung, neuer Bodenbelag, Austausch der Heizkörper, eine Küchenzeile sowie weitere handwerkliche Tätigkeiten. Die nötigen Möbel und die Ausstattung (5500 Euro) würde das Kinderhaus finanzieren. Auch der Elternbeirat habe seine Unterstützung angekündigt.

"Das trifft uns etwas unvorbereitet", sagte Markus Weidner, Fraktionssprecher der CSU. 25 000 Euro aus dem Haushalt abzuzwacken, sei nicht einfach. "Doch wir haben keine andere Wahl", sagte er. Werner Sauer (SPD) sah das ähnlich: "Es musste eine Lösung gefunden werden." Stefan Seitz erinnerte noch einmal an seinen Vorschlag, das neue Kinderhaus in Modulbauweise zu bauen. "Auch wenn's keiner mehr hören will." Josef Söllner kritisierte die negativen Begleiterscheinungen im Vorfeld.

Eltern zufrieden

"Auch ich bin verbal angegriffen worden", sagte der Bürgermeister ein wenig resigniert. "Doch ich denke, dass wir so alle Eltern zufriedenstellen können. Mir war es leider nicht vergönnt, Vater zu werden." Stadtkämmerer Bernhard Schäffler habe bereits nach einer Lösung zur Finanzierung gesucht. Einsparungen bei der Schulheizung ließen Spielraum zu. Der Beschluss, das Kinderhaus Heilig-Geist zu erweitern, fiel einstimmig.
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