Per Rampe zum Rezept

Von der Sparkasse zur Apotheke: Die Firma Schug hat das Gebäude in der Hauptstraße 64 gekauft und möchte daraus ein Gesundheitszentrum machen. Architekt Günther Lenk stellte dem Bauausschuss am Dienstag die Pläne für eine Rampe vor, um den Patienten barrierefreien Zugang in den ersten Stock zu ermöglichen. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
11.06.2015
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"Wir stehen Gewehr bei Fuß", sagt Hans-Jürgen Kurz, Geschäftsführer des Sanitätshauses Schug. "Sobald die Sparkasse ausgezogen ist, werden wir mit dem Umbau beginnen."

Der Bauausschuss beschäftigte sich am Dienstag in der Sitzung gerne mit der Voranfrage der Firma Schug. Das Unternehmen aus Eschenbach hat das Sparkassengebäude in der Hauptstraße gekauft und möchte ein modernes Gesundheitszentrum daraus machen. "Mit großer Apotheke und einem Sanitätshaus", erzählt Kurz. Die Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Bernhard Schmitt bleibt bestehen. "Vielleicht ist es auch noch möglich, einen Facharzt zu gewinnen."

Sechs Prozent Steigung

Der Zugang zur künftigen Apotheke ist bereits barrierefrei, doch die Räume von Dr. Schmitt im ersten Stock sind bis jetzt für Rollstuhlfahrer nicht zu erreichen. Um auch für die Arztpraxis Barrierefreiheit zu erreichen, müssen ein Aufzug und eine Rampe am Eingang gebaut werden. Architekt Günther Lenk, der mit dem Umbau des künftigen Gesundheitszentrums beauftragt ist, war am Dienstag in die Sitzung des Bauausschusses gekommen, um vorab auszuloten, ob etwas gegen eine Außenrampe spricht. Vor Ort erläuterte der Planer Bürgermeister Karlheinz Budnik und den Stadträten seine Pläne.

Der Aufzug in den ersten Stock stellt kein Problem dar. Der soll neben der Treppe angebracht werden. Schwieriger wird es vor der Türe in der Hauptstraße. Die Rampe, die von zwei Seiten auf den Praxiseingang zuführen soll, darf höchstens eine Steigung von sechs Prozent haben. "Kann man den Stadtrat dafür gewinnen?", wollte der Planer wissen. Einen Hinterhof habe das Gebäude nicht. Und die Patienten durch den Laden gehen zu lassen, sei auch keine Lösung.

Parkplätze wie gehabt

Der Bauausschuss hatte keine Bedenken. Auch rechtlich sei nichts dagegen einzuwenden. "Die Hauptstraße ist von Wand zu Wand barrierefrei", sagte der Bürgermeister. "Wenn wir das Leben in der Stadt erhalten wollen, können wir uns solchen Maßnahme nicht verschließen." Der Architekt sah die Rampe als "ein Hindernis mehr in einem verkehrsberuhigtem Bereich". Selbst die Polizeiinspektion Neustadt meldete keine Bedenken an. An der Parkplatzsituation dürfte sich nichts ändern. Eine Apotheke habe eine ähnliche Besucherfrequenz wie ein Geldinstitut.
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