Pfadfinder im Dschungel

Essen im Zeltlager heißt auch, Käsespätzle in Badekleidung und T-Shirt auf Biergarnituren zu genießen.
Lokales
Windischeschenbach
24.08.2015
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Man nehme rund 100 Personen und Schlafsäcke, fünf Tage Sonnenschein und eine Portion Gaudi. Schon hat man die Zutaten für ein Zeltlager beisammen, das in diesem Jahr ein ganz besonderes war.

Das ganze Jahr haben sich die Buben und Mädchen der beiden Pfadfinderstämme Neuhaus und Windischeschenbach auf das gemeinsame Lager gefreut. Damit waren sie Vorreiter des Zusammenwachsens der Pfarreiengemeinschaft (siehe Hintergrund).

Das Motto "Dschungelcamp" überspannte das Programm der fünf Tage. Wie in der gleichnamigen Sendung, mussten alle Teilnehmer am Anfang des "Camps" jeweils einen Luxusartikel wie Handy, Schminke, Gummibärchen oder auch das vierlagige Luxus-Klopapier abgeben. Diesen Gegenstand bekamen Kinder und Leiter erst am letzten Abend wieder. Vorteil: Die Akkus der abgegebenen Handys waren am letzten Abend noch geladen und funktionsfähig.

Tagsüber bekamen die Kinder Voting-Zettel, auf denen sie stufenintern einen Pfadfinder aus ihren Reihen für die Dschungelprüfung wählten. Dort hatten Wölflinge, Jungpfadfinder und die Pfadfinder mit Rovern verschiedene Aufgaben, um Sterne für ihre Gruppe zu ergattern. Das Team mit den meisten Sternen pro Tag bekam Süßigkeiten für die ganze Stufe. Dr. Bob, der vor den Prüfungen auf Gefahren hinweist, war extra für das Dschungelcamp in Kornthan angereist.

Sterne im Matsch

Vier Wölflinge mussten beispielsweise aus einer Kiste Heu und einer Kiste Matsch 10 Sterne in nur zwei Minuten herausfischen. Fünf Jungpfadfinder mussten an einem Abend ohne die Hände zu benutzen eine Unterhose - tanzenderweise - anziehen. Für fünf Rover gab es Sauerkrautsaft, Presssack, ein Stamperl Soja-Sauce oder Essiggurke mit Nutella zu essen und zu trinken. Obwohl nicht so ekelig wie im Original hatte die Speisenfolge aber durchaus seine Tücken.

Am letzten Abend wurde der Dschungelkönig gewählt. Jeder, der diesen Titel erringen wollte, warf einen Zettel mit seinem eigenen Namen in die Abstimmbox. Aus jeder Stufe wurden zwei Kandidaten gelost. Diese beiden traten unter anderem in Mohrenkopf-Wettessen gegeneinander an. Siegerin war Wölfling Larissa Hahn. Sie bekam von der "Dschungelcrew" ein Zepter, eine Medaille und einen Gutschein für zwei Freigetränke.

Bei der Schatzsuche waren die Kinder in Gruppen unterwegs und versuchten, den verborgenen Süßigkeitenschatz zu heben. Dabei half Pfadfinderwissen um Karte und Kompass. Bei der Lagerolympiade ging es um Punkte beim Spickern, Dosenwerfen, Eierlauf, Quiz und beim Wassertransport mittels Schwämmen an Bauhelmen. Die Kinder mussten den Helm aufsetzen, im Weiher durch Eintunken Wasser holen und in eine Schüssel ausdrücken.

Gottesdienst mit Familien

Viel Spaß hatten Kinder und Betreuer zwischen den Aktionen auf und im Kornthaner Weiher. Die Pfadfinder hatten selbst ihre Kanus dabei, in denen die Kinder per Boot den Weiher erkunden durften. Ansonsten gab es Schwimmreifen und Luftmatratzen zum Spielen und Chillen. Beim Elternvormittag am Sonntag feierte Pfarrer Hubert Bartel einen Feldgottesdienst mit den Pfadfindern und ihren Familien.
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