Recyceln statt wegwerfen

Seit 2012 produziert der junge Unternehmer Alexander Müller Kunststoffgranulat. Unterstützung in der Firma bekommt er von seiner Mutter Rosalinde. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
16.04.2015
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Die Firma Inoplast GmbH stockt ihre Produktion von 10 auf 20 Tonnen Kunststoffgranulat pro Tag auf. Darüber freuten sich Bürgermeister Karlheinz Budnik und die Mitglieder des Bauausschusses.

Im Juni 2012 war das Unternehmen unter der Leitung von Alexander Müller (22) von Altenstadt/WN ins "Werkquartier" auf dem ehemaligen Gelände der Porzellanfabrik gezogen. Damals ging die Firma mit einer befristeten Baugenehmigung in Produktion. Auch die Menge, die Inoplast pro Tag herstellen durfte, war festgeschrieben. Nun lag dem Bauausschuss ein Antrag auf Erweiterung vor.

"Recycling wird immer mehr", erklärte der junge Firmenchef. Bisher war es Inoplast gestattet, pro Tag 100 Tonnen zu lagern und 10 Tonnen zu produzieren. Jetzt verdoppelt sich die Menge auf 200 Tonnen im Lager und 20 Tonnen Granulat. "Wir haben den Schritt, nach Windischeschenbach zu gehen, nicht bereut", zieht Müller Bilanz. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile 15 Mitarbeiter.

Bei den "nicht gefährlichen Abfällen" wie es auf der Tagesordnung des Bauausschusses heißt, handelt es sich um saubere Kunststoffreste, größtenteils aus der Folienproduktion. "Das ist Material, bei dem die Maße oder die Stärke nicht passten und es deshalb Ausschuss wurde", erklärt der Jungunternehmer. Für Lebensmittelverpackungen oder im medizinischen Bereich dürften keine recycelten Kunststoffe verwendet werden. Das Kunststoffgranulat der Firma Inoplast werde vor allem in der Automobilbranche weiterverarbeitet.

"Inoplast hat Fuß gefasst und bleibt uns erhalten", sagte Budnik. "Das begrüßen wir", sprach er dem Gremium aus der Seele.
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