St. Elisabeth fit für die "Rollis"

Lokales
Windischeschenbach
03.12.2015
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Der Umbau nimmt Formen an. Die neue Optik der Kapelle im Haus St. Elisabeth wird den Gästen als erstes ins Auge fallen. Die Treppe, die zum Gotteshaus führt, ist jetzt nicht mehr so breit. Sie wirkt nun leicht und elegant. Das ist nicht die einzige Veränderung im Haus St. Elisabeth.

Die Gottesdienst-Besucher können künftig auf der neuen Straße vom Nussberg her die neu konzipierten Parkplätze anfahren. Damit ist ein behindertengerechter Zugang gesichert. Der vorher verglaste Gang vor der Hauskapelle ist nun einseitig offen.

In der Kapelle selber wurden Schadstellen beseitigt, ein passender neuer Putz aufgetragen, und mit einem Oberlicht mehr Helligkeit in den Raum gebracht. Außerdem ist das Kirchlein jetzt auch von außen als Gotteshaus zu erkennen: ein Kreuz ziert den Giebel.

Nach außen erweiterbar

Träger der Einrichtung ist die KJF (Katholische Jugendfürsorge). Hannelore Haberzett, Leiterin von St. Elisabeth, freut sich über die Baufortschritte. "Wir sehen, dass das Haus rundum gelungen ist." Ein Veranstaltungsraum mit einer verglasten Seitenwand biete einen wunderschönen Blick nach außen und auf die alte Eiche, die an ihrem Platz bleiben durfte. Auch könne mit dieser Glasfront der Raum ins Freie erweitert werden. "Die Nutzung für öffentliche Veranstaltungen ist jederzeit möglich und sogar erwünscht." Die Räume innerhalb des Hauses - im ehemaligen Wohntrakt der Ordensschwestern - wurden zu behindertengerechten Wohnungen umgebaut. Nach der Fertigstellung ziehen erwachsene Behinderte ein, die zwei Gruppen bilden. Eine davon existiert bereits. Sie musste während der Bauzeit ausquartiert werden und kehrt dann zurück.

Von den Wohnräumen hat man teils einen Blick in den neu gestalteten Innenhof, der Treffpunkt für die Bewohner sein wird. Auch dort können "Rollis" ungehindert fahren und in den Hochbeeten kann "gegartelt" werden. Auf der anderen Seite hat man einen ungehinderten Blick in die idyllische Landschaft, auf Felder und Wiesen.

Bei den gesamten Baumaßnahmen werden Materialien verwendet, die sich gut in die Umgebung einpassen: Granit, Balken und Verschalungen aus Lärchenholz. Vor dem neuen Gebäude fügen sich Granitsteine harmonisch ins Bild.

Seit Mai 2014 laufen die Bauarbeiten. Inzwischen rückt die Fertigstellung in greifbare Nähe. Dass das Projekt mit allem Drumherum so gut gelaufen ist, dafür sei auch den Grundstückseigentümern und der Stadt zu danken, durch deren Entgegenkommen und Aufgeschlossenheit die neue Zufahrt problemlos geschaffen werden konnte, betont Hannelore Haberzett.

Am 5. Juni hat bei einem Tag der offenen Tür und einem ersten Gottesdienst in der renovierten Hauskapelle die Bevölkerung Gelegenheit, das Ergebnis zu begutachten.
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