Stadt lässt tief blicken

Auf der ehemaligen Hausmülldeponie Ziegelhütte werden derzeit einige Bohrungen vorgenommen. Sie sollen Klarheit über den Zustand der Deponie bringen sollen. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
11.08.2015
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An der Staatsstraße nach Erbendorf fällt das große Bohrgerät gleich hinter dem Ortsausgang Windischeschenbach auf der ehemaligen Deponie Ziegelhütte auf. In der verfüllten Tonabbaugrube hat die Stadt Grundwassermessstellen eingerichtet.

Bei zwei Messstellen wird mit einer Bohrtiefe von jeweils etwa 20 Metern gerechnet, während die dritte und die beiden Abschlussbohrungen jeweils bis in eine Tiefe von je 15 Metern niedergebracht werden. Mit Hilfe der bereits aus einer früheren Untersuchung vorhandenen und den für rund 20 000 Euro neu errichteten Messstellen sollen Fließrichtung und Wasserbeschaffenheit ermittelt werden.

Darüber hinaus versprechen sich die Verantwortlichen weitere Erkenntnisse zu Bodenaufbau und Deponiekörper. Der Grundwasserstand wird über einen längeren Zeitraum kontinuierlich beobachtet. Hydrochemische Untersuchungen folgen.

Kosten gedeckelt

In der bis in die 70er Jahre betreibenen Hausmülldeponie der Stadt lagern etwa 60 000 Kubikmeter Abfall. Die Erkundungsbohrungen werden in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt von der Bohrfirma Terrason aus Bad Bibra unter Leitung des Fachbüros Tauw aus Regensburg erledigt. Ziel sei die abschließende Gefährdungsabschätzung für die ehemalige Deponie. Fachlich und finanziell begleitet wird das Projekt bereits seit mehreren Jahren von der Gesellschaft für Altlastensanierung in Bayern (GAB).

Wie zweiter Bürgermeister Erich Sperber betonte, ist damit die Höchstgrenze der finanziellen Belastung der Stadt für die Untersuchungen und die eventuelle Sanierung auf rund 51 000 Euro gedeckelt. Alle darüber hinausgehende Kosten werden von der GAB getragen.
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