Stadtrat beschließt Kauf von Digitalfunkgeräten für alle Ortsfeuerwehren - Breitband verbindet
Endgültiges Aus für den Johannissteig

Der Einstieg des Johannissteigs beginnt gleich hinter der Panzersperre. Bürgermeister Karlheinz Budnik hätte den Weg wegen hoher Sanierungskosten am liebsten los, die Sozialdemokraten wollen trotzdem erst einmal Angebote einholen. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
16.05.2015
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Der analoge Funkverkehr bei der Feuerwehr hat bald ausgedient. Am Mittwoch beschloss der Stadtrat, den Digitalfunk für alle fünf Ortsfeuerwehren einzuführen. Dazu gehören 41 Handsprechgeräte, 13 Fahrzeugfunkgeräte und ein Festfunkgerät. Die Kosten betragen 37 588 Euro. Hinzu kommen Einbaukosten je nach Fahrzeugtyp zwischen 250 und 1250 Euro. Die Stadt kann mit einer Förderung von 16 600 Euro rechnen.

"Es macht keinen Sinn, alle Feuerwehren einzeln umzustellen", sagte Bürgermeister Karlheinz Budnik. Analoge Geräte würden nicht mehr hergestellt. Da Bayern mit der Umrüstung sehr lange gewartet habe, seien jetzt gut ausgereifte Geräte auf dem Markt.

Der Ausbau des Breitbandnetzes geht weiter. Durch die Zusammenarbeit mit dem Markt Falkenberg erhöht sich für die Stadt Windischeschenbach der Förderbetrag um 50 000 auf 790 000 Euro. Alle Fraktionen im Stadtrat begrüßten diesen Schritt.

Der Johannissteig bewegt weiterhin die Gemüter. Mehrmals war die Zukunft des Weges schon auf der Tagesordnung in einer Stadtratssitzung. Im Herbst hatte der Bauausschuss bereits die Auflösung empfohlen. Ein Großteil des Weges führt über Bahngrund. Würde sich die Stadt entschließen, den Steig zu sanieren, müsste sie etliche Auflagen erfüllen (wir berichteten). "Zu teuer", lautet das Urteil des Rathauschefs. Die SPD ist anderer Meinung. Der Steig sei der kürzeste Fußweg nach Neuhaus und aus touristischer Sicht interessant, gab Werner Sauer zu bedenken. Die Sozialdemokraten beantragten deshalb, bei heimischen Firmen Angebote zur Sanierung einzuholen. Budnik stellte ebenfalls einen Antrag. "Die Neuhauser mögen es mir verzeihen, aber ich beantrage, den Johannissteig aufzulösen. Das möchte ich keiner Fraktion zumuten, das nehme ich auf meine Schultern." Markus Weidner konnte sich mit dieser Lösung abfinden: "Der Steig hatte seine Blüte zu Zeiten der Porzellanfabrik. Jetzt sollten wir den Mut haben, alte Zöpfe einmal abzuschneiden." Die Entscheidung gegen den Johannissteig fiel denkbar knapp aus. Mit 10:8 ging Budniks Antrag durch. Auch der Antrag der SPD auf Sanierung wurde mit 13:5 Stimmen abgelehnt.
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