Starke Truppe seit 100 Jahren

Diözesanvorsitzende Karin Schlecht (Zweite Reihe, rechts) gratulierte dem Windischeschenbacher Frauenbund zum 100. Geburtstag und zeichnete zusammen mit der Vorsitzenden Helene Kraus (hinten, rechts) die langjährigen Mitglieder aus. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
23.04.2015
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K steht für Kühnheit, D für dauerhaft, F für flexibel und B für bewundernswert. Die Diözesanvorsitzende Karin Schlecht gab dem Wort Katholischer Deutscher Frauenbund eine neue, aber sehr passende Bedeutung.

"All das sind Eigenschaften, die der Windischeschenbacher Frauenbund seit 100 Jahren lebt und die er kompetent und konsequent im Alltag umsetzt", sagte sie. Auch Kirchenpfleger Bertwin Fleck und Stadtpfarrer Hubert Bartel gratulierten der Gemeinschaft zum 100-jährigen Jubiläum, das mit einem Festakt im Pfarrheim begangen wurde. Die dazu herausgebrachte Festschrift würdigte Bartel als "knackig, informativ, schlicht - aber schön". Vorsitzende Helene Kraus freute sich, dass so viele Gäste der Einladung zur Geburtstagsfeier gekommen waren.

Lobbyarbeit für Frauen

Am 5. Mai 1915 ins Leben gerufen, feierte der Zweigverein fast auf den Tag genau 100. Geburtstag. Zahlreiche Redner würdigten das Geburtstagskind als "starke Gemeinschaft, die zum Eckpfeiler der Pfarrei geworden ist". "Über so lange Zeit eine Gemeinschaft nicht nur aufzubauen, sondern auch am Leben zu erhalten, darauf dürfen sie stolz sein", lobte Karin Schlecht, Diözesanvorsitzende im Bistum Regensburg. Der Frauenbund werde von Frauen ehrenamtlich geleitet, er agiere bundesweit und leiste Lobbyarbeit für Frauen. "Wir sind ein Frauenverband, der im christlichen Geist arbeitet, der ein vielseitiges und ansprechendes Bildungsprogramm bietet, das für alle Frauen offen ist", unterstrich sie. "Der Frauenbund bleibt nicht stehen, sondern entwickelt sich ständig weiter. Vor allem wenn es darum geht, dass in unserer Kirche nicht nur die Demut und Hilfstätigkeit der Frauen gesehen werden soll, sondern dass, wie in der Urkirche, Schwestern wie Brüder auch im pastoralen Dienst in gerechter Gleichwertigkeit anerkannt werden." Mit Blick auf den Jubelverein betonte die Diözesanvorsitzende: "Sie haben segensreiche Arbeit für Pfarrei und Gemeinde geleistet. Ihr Denken und Ihr Weitblick geht über Kirchturm und Ortsschild hinaus."

Bäumchen als Geschenk

Diesen Worten schlossen sich zahlreiche Redner an. Pfarrgemeindesratsvorsitzender Winfried Hecht bezeichnete den Jubelverein als "Bereicherung für die Gemeinde" und überreichte einen Baum als Geschenk. Bürgermeister Karlheinz Budnik bescheinigte dem Frauenbund "tatkräftige Mitarbeit" und verwies auf zahlreiche Aktivitäten. "Ich wünsche mir, dass diese tatkräftige Mitarbeit noch lange anhält." Als "lebendige Gemeinschaft, in der sich immer etwas tut", bezeichnete Pfarrer Konrad Nesner den Jubelverein. Nesner war 13 Jahre lang Pfarrer in Windischeschenbach. Hannes Rupprecht machte sich in seiner bekannt humorvollen Art einen Reim darauf.
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