Tierisch gut: Veganes zum Zoigl

Lokales
Windischeschenbach
23.01.2015
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Zoigl ist vegan. Das untergärige Bier aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser findet auch bei Menschen Anklang, die völlig auf tierische Produkte verzichten. Mittlerweile bieten manche Zoiglstuben auch veganes Essen an.

"Wir haben seit einem halben Jahre Kosakentatar auf der Speisekarte", erzählt Lisa Forster, Wirtin der "Wolframstub'n". "Das ist ein Brotaufstrich aus Leinsamen, Zwiebeln und Senf, kommt einem Aufstrich aus Leberwurst sehr ähnlich." Auch Nicht-Veganer hätte es schon ausprobiert und seien begeistert gewesen.

"Schlosshof"-Wirtin Elisabeth Weiß kann mit speziellen veganischen Gerichten nicht aufwarten. "Wenn jemand kommt, der nichts tierisches essen möchte, dem kann ich aus dem, was wir dahaben, schon etwas zusammen stellen", sagt sie. Doch ihrer Meinung nach gehört in einer Zoiglstube Deftiges auf den Tisch. "Wegen den ein oder zwei Veganern, die im Jahr vielleicht kommen, stellen wir unsere Karte nicht um", schmunzelt sie.

Wenn beim "Gloser" ein Veganer einkehrt, findet er zwar auf der Karte nichts, was sein Herz begehrt. Doch Hermine Popp erfüllt auch Sonderwünsche. "Ich bereite dann immer eine Rohkost-Gemüse-Platte zu", erzählt sie. Dazu verwendet sie sogar ein eigenes Schneidbrett und Messer. "Ich bin zwar kein Veganer, aber respektiere es, wenn jemand so lebt." Vegetarier hätte dagegen keine Problem bei Zoiglbrotzeiten. Fleischlose Alternativen seien Käseplatte, Obatzn-Brot oder ein Brezelknödel-Salat.

Bratling zum Zoigl

Ebenfalls sehr gute Erfahrungen mit den kulinarischen Alternativen hat der Schafferhof gemacht. Seit einem Jahr stehen "vegane Bratlinge" auf der Karte. "Bei uns wird der Veganer nicht belächelt", sagt Reinhard Fütterer. "Uns Sohn lebt vegan, dadurch sind wir auch auf die Idee gekommen, den Bratling anzubieten.

"Sehr lecker, kann ich nur empfehlen", schwärmt er. Der Bratling besteht aus Hirse, Buchweizen, Haferflocken, Semmelbrösel, Sojamehl, Kürbiskernen, Karotten, Zucchini, Chilli, Petersilie und Senf, angerichtet mit einem Salatblatt und einer Körnersemmel.

Besonders im Herbst und Winter stehen beim "Teicher" Suppen hoch im Kurs. Gabi Punzmann serviert ihren Gästen immer wieder mal Linsen-Curry-Suppe oder Kürbis-Curry-Suppe. "Die Suppe gibt's nur so zwischendurch, wenn's halt passt", erzählt Gabi Punzmann. "Spezielle vegane Gericht haben wir nicht. Dazu hätten wir auch keine Zeit, da wir alle unsere Wurstwaren frisch herstellen."
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