Treppensteigen bald passé

Bis zum Jahresende soll das Gerüst verschwunden sein. Dann können Besucher des Windischeschenbacher Rathauses alle sieben Ebenen mit dem Aufzug erreichen. Bild: hfz
Lokales
Windischeschenbach
15.11.2014
0
0

Der Turm für den Aufzug steht. Wer im Rathaus etwas erledigen möchte, muss noch Treppen steigen. Aber nicht mehr lange, denn derzeit wird die Technik des Liftes montiert.

"Bis zum Jahresende lässt sich das Rathaus wieder gut nutzen", versprach Architekt Armin Juretzka am Mittwoch Bürgermeister Karlheinz Budnik und den Stadträten. Dann können Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen oder Gehbehinderte alle sieben Ebenen des Rathauses problemlos erreichen.

Eine Frage galt es dennoch zu klären. Da die Stadt aus finanziellen Gründen darauf verzichtet hatte, den Zugang zum Aufzug und zum Hintereingang einzuhausen, soll ein Vordach etwas Schutz vor Wind und Wetter bieten. 11 500 Euro würde dies zusätzlich kosten. Aus den Reihen der Räte kamen Vorschläge für kostengünstigere Lösungen. Juretzka gab jedoch zu bedenken, dass der Eingang mehr sei als nur ein Hinterhofzugang. "Wir sollten hier nicht basteln", sagte er.

Nicht einstimmig

Die Mehrheit des Gremiums stimmte den Plänen des Architekten zu, allerdings unter der Vorgabe, dass die Schräge etwas zurückgenommen wird. Nicht einverstanden mit dieser Variante des Vordachs waren Thomas Wilhelm, Dominik Birler und German Gierisch.

Auch vor dem Rathaus gab es einiges zu sehen. Links neben dem Eingang soll unter dem Vorsprung das Kleinsteinpflaster gegen großflächige Platten ausgetauscht werden. Dies würde nicht nur schöner ausschauen, sondern sei auch sauberer, da früher in den Ritzen oft Zigarettenkippen steckengeblieben sind.

Anfang nächsten Jahres dürfte das neue Büro der Tourist-Info im Erdgeschoss fertig sein. Noch fehlt das Innenleben wie Einbaumöbel, Leuchten, Deckenplatten zur Verbesserung der Raumakustik oder Glastrennwände. Auf diesem Stockwerk befinden sich ebenfalls die Kasse und die Finanzverwaltung.

Von 1,40 auf 1,72 Euro

Nach dem Ortstermin stand eine weniger erfreuliche Entscheidung an: die Erhöhung der Wassergebühren. Ein kleines Rechenbeispiel zeigte, dass die Erhöhung durchaus zu verkraften sei. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 40 Kubikmetern pro Person muss ein Vier-Personen-Haushalt künftig im Jahr 55 Euro mehr kalkulieren. Auch Bauwasserzähler sollten künftig so abgerechnet werden. Bisher waren 200 Euro pauschal fällig. Das Gremium sprach sich einstimmig für die Erhöhung des Wasserpreises ab Januar 2015 von 1,40 Euro auf 1,72 Euro aus.

Der Auftrag, eine Sicherheitsbeleuchtung in der Grund- und Mittelschule zu installieren, ging an die Firma Winfried Hecht aus Windischeschenbach für 16 844 Euro.

Keine Zinsen

Ein Darlehen ohne Zinsen - wer kann dazu schon Nein sagen? Der Stadtrat jedenfalls nicht. Er ging auf ein Angebot der Bayern Labo gerne ein. 490 000 Euro gibt es für die barrierefreie Umgestaltung des Rathauses. Das Geld stammt aus dem Kreditprogramm "Inklusionskredit Kommunal Bayern".
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11034)November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.