Viele fleißige Handwerker

Zusammen mit Bürgermeister Karlheinz Budnik und Pfarrer Hubert Bartel mauerten die Mädchen und Buben vom Kindergarten St. Emmeram eine silberne Dose ein. Darin befinden sich eine Tageszeitung und ein Bauplan. Damit in 100 Jahren die Leute auch noch wissen, an welchem Tag der Grundstein für das neue Kinderhaus gelegt worden ist. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
17.08.2015
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Neugierig scharten sich die Mädchen und Buben um Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Ihr seid heute die wichtigsten", sagte der Rathauschef zu den Kindern, die zusammen mit Betreuerinnen des Kindergartens St. Emmeram und einigen Eltern zur Baustelle gekommen waren.

In einem Jahr, am 1. September 2016, dürfen sie das neue Kinderhaus auf dem Sportplatz der Schule in Beschlag nehmen. Anfang Juni hatte die Baufirma Steininger aus Neunburg vorm Wald ihre Arbeit aufgenommen. Mittlerweile sind die Bodenplatte gesetzt und der Grundriss erkennbar.

Rolle einmauern

Bürgermeister Budnik zeigte dem Nachwuchs die silberne Dose, die er mitgebracht hatte. "Wer weiß, was da drin sein könnte?", fragte er die Kinder. Nach ratlosem Kopfschütteln wollte er die Gruppe nicht länger auf die Folter spannen. "Ein Bauplan und die heutige Tageszeitung", erklärte er. "Diese Rolle werden wir jetzt einmauern. Wenn sie in 100 Jahren jemand findet, dann weiß er genau, an welchem Tag die Grundsteinlegung für euren neuen Kindergarten war."

Wie echte Bauarbeiter trugen die Mädchen und Buben Helme. Ziegelsteine, Eimer mit Mörtel und einige Kellen lagen bereit. Pfarrer Hubert Bartel assistierte dem Bürgermeister und den Kindern beim Einmauern der Dose. Mit großem Eifer trugen die Kinder den Mörtel auf und verteilten ihn. Geduldig reichte Budnik den kleinen Baumeistern die Steine und half, sie geradezurücken. Die Leiterin des Kindergartens St. Emmeram, Johanna Gurau, schmunzelte, als sie ihren Schützlingen zusah. Falls einmal eine Betreuerin krank werden sollte - der Bürgermeister könnte locker einspringen. Das Architekturbüro vertrat Melanie Danhof.

Eis zur Belohnung

Die Erwachsenen an der Baustelle erfuhren vom Rathauschef, dass die Arbeiten voll im Zeitplan liegen und der Kostenrahmen eingehalten werde. Fleißige Helfer sollen auch belohnt werden. Die Kleinen jubelten, als sie hörten, dass jeder ein Eis bekommt. Allerdings in Form eines Gutscheins. "Denn bei 30 Grad wäre hier auf der Baustelle schnell nichts mehr übrig", sagte Wolfgang Walberer von der Stadtverwaltung.
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