"Werkquartier" statt Fabrik

Die KAB-Senioren staunten beim Rundgang über das Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik. Seit dem Niedergang von Winterling Porzellan hat sich einiges getan. Geschäftsführer Ralf Schneeberger zeigte den Besuchern das "Werkquartier". Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
31.10.2014
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Was tut sich auf dem Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik? Eine Frage, für die sich zahlreiche KAB-Mitglieder interessieren. KAB-Vorsitzender Richard Landgraf hatte eine Besichtigung des früheren Winterling-Areals organisiert.

Ralf Schneeberger, Geschäftsführer der R&S-Versorgungs GmbH, erwartete die Besucher am Werkstor. Er erläuterte kurz das Konzept und die bisherigen Entwicklungen der Liegenschaft, die zwischenzeitlich unter dem Namen "Werkquartier" vermarktet wird. Inzwischen haben sich bereits einige Firmen angesiedelt, wie zum Beispiel im Eingangsbereich ein Laden für Reitsportbedarf.

Eigene Stromversorgung

Anschließend führte der Geschäftsführer die Besuchergruppe in das neue energetische Herzstück des Betriebsgeländes, in das umgerüstete Kesselhaus. "Für mich als Betreiber war es eine Herzensangelegenheit, die Wärme und Stromversorgung zur ökologisch und ökonomisch sinnvollen Versorgung der Gebäudlichkeiten zu machen. Es ist einer der wichtigsten Schritte für die Restrukturierung von Bestandsimmobilien", erklärte Schneeberger den Besuchern, denen er auch stolz seine mit Pellets befeuerte Holzvergasungsanlage mit Blockheizkraftwerk zeigte, die jetzt preisgünstigen Strom und Wärme für die kalten Tage liefert. Kreisrat Karl Meier, der sich der Besuchergruppe angeschlossen hatte, bewunderte den hohen elektrischen Wirkungsgrad der Anlage mit 180 Kilowatt elektrischen Strom und 250 Kilowatt Nutzwärme im Volllastbetrieb.

Wie Schneeberger informierte, nutzen namhafte Firmen, zum Beispiel aus der Automobilindustrie, die Flächen auf dem Werksgelände auch für die Einlagerung von Teilen- und Vorrichtungen. Beim Rundgang durch die "alte Porzellanfabrik" konnten die Gäste auch neue technische Produkte, unter anderem die Fertigung von Elektromobilen aus Karbonfasern für den Golf-Sport, bewundern.

Granulat aus Kunststoff

Aufgrund des ideal zur Autobahn gelegenen Standortes, und der preisgünstigen Produktionsbedingungen hat die Firma Inoplast auf dem ehemaligen Fabrikgelände Produktionsflächen angemietet. Ins Staunen kamen die KAB-Mitglieder auch, als sie an der Stelle der früheren Tunnelöfen eine neue Schmelzanlage für Kunststoffe sahen. Sie konnten dabei beobachten, wie aus Reststoffen neues Granulat für Kunststoffbetriebe gefertigt wird.

Zum Schluss dankte Landgraf für die informative Führung durch die ehemalige Porzellanfabrik, in der einst über 1000 Menschen beschäftigt waren.
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