Zarte Töne berühren

Viola Schweinfurter (Flöte), Arthur F. Wendt (Violine), Veronika Patterer (Viola) und Michael Gareis (Violoncello) (von links) kamen mit ihren Stücken beim Publikum gut an. Bild: wrt
Lokales
Windischeschenbach
01.08.2015
8
0

Das Geo-Zentrum ist schon lange eine gute Adresse, wenn es um Wissenschaft, Forschung und Umwelt geht. Dass das Gebäude am Bohrturm inzwischen auch eine kulturelle Begegnungsstätte ist, zeigte sich nun zum wiederholten Mal.

Diesmal kamen Liebhaber der klassischen Musik auf ihre Kosten. Ein Quartett mit Flötistin Viola Schweinfurter aus Bärnau und Streichern aus bekannten Orchestern bot ein Programm mit Stücken des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Arthur F. Wendt (Violine) war bis zu seinem Ruhestand Mitglied beim Staatsorchester Mainz und dem Festspielorchester Bayreuth, Veronika Patterer (Viola) und Michael Gareis (Violoncello) spielen beim Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg.

Leicht und fröhlich

Das Trio Nr. 1 D-Dur für Flöte, Violine und Violoncello von Franz Anton Hoffmeister (1754 bis 1812) eröffnete das Programm. Das leicht und fröhlich anmutende Stück passte so richtig zum lauen Sommerabend. Bei bestimmten Passagen der Musiker meinte man, die Vögel vor den Fenstern zwitschern zu hören. Ebenso für Flöte und zwei Streicher war das Trio Nr. 3 G-Dur von Carl Stamitz (1745 bis 1801).

Beim Quartett in B-Dur von Johann Christian Bach (1735-1782) kam Veronika Patterer zu den Musikern. Die warmen Töne der Viola, die tiefer gestimmt ist als die Violine, waren bestimmender Teil eines harmonischen Klang-Eindrucks.

Nach der Pause hörten die Konzertbesucher das Streichtrio op 9 Nr. 2 D-Dur für Violine, Viola und Violoncello von Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827). Für Abwechslung sorgten die verschiedenen Tempi, zarte Töne wechselten sich mit furiosen Passagen ab, speziellen Eindruck machten die von den Streichern auf den Instrumenten gezupften Teile des Stücks.

Anhaltender Applaus zeigte, dass die Künstler das Publikum begeisterten. Die Musiker revanchierten sich für den Beifall mit einer Zugabe, dem Flötenquartett (Adagio) von Mozart. Auch wer nicht unbedingt ein eingefleischter Fan klassischer Musik ist, kann sich an solch einem Konzert erfreuen.

"Mit Liebe gespielt"

Es braucht nicht zwingend einen hochtrabenden Sachverstand, um sich auf die Darbietung einzulassen. Auch einem Laien wird bewusst, dass es sich bei den Musikern um Könner handelt, oder wie ein Zuhörer sich spontan bedankte: "Ihr habt mit viel Liebe gespielt."
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.