Zoigl lockt die Wanderer

Nach dem Wandern zum Zoigl: Das ist für Gäste die Hauptmotivation, nach Windischeschenbach zu kommen. Bild: mic
Lokales
Windischeschenbach
24.10.2014
6
0

Wandern und Zoigl trinken sind zwei gute Gründe, in Windischeschenbach Urlaub zu machen. 2013 verzeichnete die Stadt 40 629 Übernachtungen.

Als die Familie aus Norddeutschland am ersten September-Wochenende auf dem Heimweg an der Raststätte "Waldnaabtal" Pause machte, hätte sie nicht gedacht, dass sie an diesem Nachmittag einen längeren Stopp in Windischeschenbach einlegt. Auf einem Stadtplan entdecken sie einen Hinweis auf das Freibad und beschließen kurzerhand schwimmen zu gehen. Der achtjährige Sohn macht sogar noch das Schwimmabzeichen in Bronze. "Schön ist's hier", waren die Nordlichter begeistert. "Hier könnten wir auch mal Urlaub machen."

Nur wenige Familien

Sandra Henkens, Tourismusreferentin der Stadt, würde sich darüber freuen, denn der Anteil an Familien mit Kindern, die in Windischeschenbach ihre Ferien verbringen, ist eher gering. In der Sitzung des Kultur- und Tourismusausschusses kam die Sprache auf das Freizeitverhalten der Gäste. "Wandern verbunden mit Zoigl ist die Hauptmotivation, nach Windischeschenbach zu kommen", weiß Henkens aus Erfahrung. Auch Radfahren, das Geo-Zentrum und der Goldsteig locken die Urlauber.

Geocaching im Trend

Um weiterhin für Gäste attraktiv zu bleiben, stellt die Tourismusreferentin jedes Jahr einiges auf die Beine. Dazu gehören Gruppenausflüge, Anzeigen und Internetauftritte, Infostände bei der Panoramatour und beim Tag der Kommunbrauer, Serenaden, der Besuch einer Fortbildung zum Geocaching, die Messe in Straubing, der Veranstaltungskalender, das Weihnachtsstandl und Gästeehrungen. Als besonders erfolgreich haben sich die Infostände bei den Auftritten der "Altneihauser Feierwehrkapell'n" in Nürnberg und Hof erwiesen.

Großen Anklang finden die Serenaden im Juli in der Stützelvilla. Eine Anregung, 2015 wieder ein Konzert für die Jugend zu veranstalten, kam beim Ausschuss gut an. Um die Organisation für das "Fest 4" wird sich Sandra Henkens zusammen mit André Heindl kümmern. Das "Weihnachtsstandl" soll im Advent nicht vor dem Rathaus, sondern an der Giebelseite stehen.

Da immer mehr Besucher mit dem Wohnmobil anreisen, diskutierte der Tourismusausschuss über eine Ver- und Entsorgungsstation diese Fahrzeuge. Die Stadt biete bis jetzt drei Stellplätze beim Freibad und drei am ehemaligen Parkplatz der Porzellanfabrik an - jedoch ohne die Möglichkeit, sich mit Frischwasser zu versorgen und sein Abwasser loszuwerden. Ein Automat würde 10 000 Euro kosten. Möglicherweise gebe es Zuschüsse in Höhe von 3000 Euro.

"Leisten wir uns das?", stellte Bürgermeister Karlheinz Budnik die Frage in die Runde. "Viel zu teuer", befand das Gremium. Camper, die nur eine Nacht im Wohnmobil schlafen würden, bräuchten diesen Service nicht. Alle anderen, die länger bleiben, könnten sich am Campingplatz Schweinmühle oder in Erbendorf versorgen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.