Bayernweit vorbildlich
Gemeinsame Atemschutzstrecke in Neuhaus ist eröffnet

Flankiert von Maskenmännern durchschneiden Landrat Wolfgang Lippert, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Alfons Weinzierl vom Feuerwehrverband Bayern und Landrat Andreas Meier das Band zur Atemschutzübungsanlage. Bild: bey
Politik
Windischeschenbach
18.07.2016
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Neuhaus. Die Diskussionen im Vorfeld waren nicht einfach, doch seit Samstag ist eine der modernsten Atemschutzübungsanlagen Bayerns in Betrieb. Landrat Andreas Meier nannte das Gemeinschaftswerk von Neustadt, Tirschenreuth und Weiden bei der Eröffnung im Gewerbegebiet Neuhaus einen "Meilenstein", der Kirchturmpolitik vergessen lasse und bei dem die Skepsis der Begeisterung gewichen sei.

Als wichtigste Ansprechpartner beim Bau der Anlage erwähnte Meier seine Mitarbeiter Martin Koppmann und Klaus Lotter. Gleichzeitig dankte er dem Hausherrn des Gebäudes, Stefan Windschiegl, für die Unterstützung. Die Herstellungskosten der Anlage in Höhe von 135 000 Euro hat die Regierung der Oberpfalz laut Meier großzügig gefördert. In Verbindung mit dem neuen Katastrophenschutzzentrum sei ein "gelungenes Gesamtpaket" entstanden. Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern stellte die Bedeutung der neuen Atemschutzübungsanlage als Garant für das hohe Ausbildungsniveaus der rund 1600 Atemschutzträger in der Nordoberpfalz heraus. Das unterstrich auch die Anwesenheit aller Politiker, die in der Region Rang, Sitz und Namen haben.

Weinzierl lieferte beeindruckende Zahlen: 222 Feuerwehren mit 10 000 aktiven Mitgliedern leisten in den beiden Landkreisen und der Stadt Weiden rund um die Uhr Dienst. Alle zwei Minuten werden Feuerwehren in Bayern zum Einsatz gerufen. Dabei werde rund 21 000 Menschen das Leben gerettet.

Mit der Zusammenarbeit der beiden Landkreise und der Stadt werde ein bayernweit einzigartiges Projekt mit Synergieeffekt geschaffen. Deshalb habe der Freistaat Bayern dafür 90 000 Euro gewährt. Oberregierungsrätin Carmen Boßle von der Bezirksregierung sprach von einem "Leuchtturm" mit Vorbildfunktion. Nachdem die Pfarrer Christoph Zeh und Hubert Bartel ihren Segen gegeben hatten, führte Klaus Lotter durch die Räume. Mehrere Wehren stellten ihre Fahrzeuge und ihre Ausrüstung beim anschließenden Tag der offenen Tür vor. Die "Neuhauser Boum" lieferten dazu die passende Begleitmusik.
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