Bürgerbeteiligung in Windischeschenbach
Tennet klärt über SüdOstLink auf

Anhand von Plänen und Karten sahen sich Bürger aus Windischeschenbach und Nachbarorten an, wo die Kabel für die Gleichstromtrasse unter die Erde kommen könnten. Heikle Stellen sind wohl Neuhaus und Johannisthal. Bild: fz
Politik
Windischeschenbach
19.10.2016
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(fz/mor) Netzbetreiber Tennet informiert bei 13 Bürgerforen zwischen Landshut und Hof über mögliche Trassenkorridore der Gleichstromleitung "SüdOstLink". Eines davon ging am Dienstag in der Mehrzweckhalle in Windischeschenbach über die Bühne.

Einen Nachmittag lang standen Tennet-Vertreter den Bürgern Rede und Antwort, legten Pläne auf und erklärten mögliche Verläufe. Für den Bereich Windischeschenbach wäre es nach Ansicht von Tennet gut, den Korridor grundsätzlich mit dem Ostbayernring zu bündeln. Die Möglichkeit, entlang der A 93 die Stränge zusammenzufassen, werfe durch das Nadelöhr Neuhaus mit dem Gewerbegebiet und vor allem wegen der Brücken und das Johannisthal Probleme auf.

Ein Westkorridor bis nach Kirchendemenreuth sei die Alternative. Alle Anregungen von Bürgern, die aus planerischer Sicht Bestand haben, werden bis 4. November in die Antragstellung eingearbeitet. Bis zum Frühjahr soll sich eine favorisierte Trasse herauskristallisieren. Mit dem Thema befasste sich auch die CSU-Kreistagsfraktion bei ihrer Klausur in Neuenhammer. Einhellig sprachen sich Landrat Andreas Meier und seine Kreisräte für eine Bündelung entlang der beiden Autobahnen aus. Sowohl die A 93 als auch die A 9 sollten intensiv geprüft werden. "Nur, wenn diese beiden Varianten nach einer Prüfung plausibel ausscheiden, favorisieren wir eine Trassenführung auf dem neuen Ostbayernring" erklärte Fraktionschef Stephan Oetzinger. Auf dem Korridor der Freilufttrasse für Wechselstrom im Ostbayernring besteht ein zirka 70 Meter breiter Schutzstreifen. Geht es nach der CSU, soll in diesem Streifens der 15 Meter breite Korridor für die HGÜ-Trasse erdverkabelt werden. Dadurch wären weniger Grundstückseigentümer betroffen. Zudem bräuchte es weniger Schneisen durch die Wälder.
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