CSU-Nachwuchs diskutiert mit Abgeordneten über die beruflichen Perspektiven in der Region
Leute, die anpacken

Die Abgeordneten Tobias Reiß (links) und Albert Rupprecht (Fünfter von rechts) diskutierten unter anderem mit Maria Sponsel (Vierte von rechts), Susanne Reithmayer (Sechste von links) und Matthias Grundler (Vierter von links) mit jungen Menschen über die beruflichen Chancen in der Heimat.
Politik
Windischeschenbach
28.11.2016
91
1

"Wir wollen dafür kämpfen, dass junge Menschen in ihrer Heimat bleiben können und auch wollen", gibt der Tirschenreuther JU-Kreisvorsitzende Matthias Grundler das Ziel vor. Fast drei Stunden diskutiert der CSU-Nachwuchs mit Abgeordneten.

"Die jungen Köpfe von heute sind die Fachkräfte von morgen", lautet das Motto der Jungen Union. "Dafür ziehen wir in der Nordoberpfalz an einem Strang", betonte Maria Sponsel, Kreisvorsitzende aus Weiden.

Wie das gelingen kann und warum es in Zeiten akuten Fachkräftemangels auch gelingen muss, diskutierten Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß mit Vertretern der jungen Generation aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sowie aus Weiden. Dabei hieß es für die beiden Abgeordneten vor allem zuhören, was die jungen Leute bewegt.

Susanne Reithmayer, stellvertretende JU-Kreisvorsitzende in Neustadt, machte ihren Standpunkt deutlich: "Wir brauchen nicht nur Akademiker, sondern auch Handwerker. Leute, die anpacken." Hintergrund ist, dass seit dem letzten Jahr deutschlandweit erstmals mehr junge Menschen ein Studium begonnen haben als eine Lehre.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand deshalb vor allem die Bildung. "Wir wollen eine Bildungsregion sein, in der junge Menschen die Kompetenzen erwerben können, mit denen sie in den zahlreichen Betrieben unserer Region erfolgreich sein können", erklärte Bundestagsabgeordneter Rupprecht. "In einem nächsten Schritt sollten wir uns zur Wissensregion für ganz bestimmte Bereiche entwickeln." Das könne zum Beispiel die IT- und Logistikbranche sein. Mit einem solch klaren Profil schaffe sich der Wirtschaftsstandort einen besonderen Vorteil.

Mehr Infos notwendig


Doch leichter gesagt als getan. Wie man dorthin kommen kann, war Gegenstand einer lebhaften Diskussion. "Wir wollen wissen, wie ihr euch entschieden habt. Für welche Ausbildung, warum ihr hier bleibt oder warum ihr eure Heimat vielleicht verlasst", ermunterte Landtagsabgeordneter Reiß die Teilnehmer, von ihren persönlichen Erfahrungen und in der Berufsorientierung zu berichten.

Die Parlamentarier nahmen viele Eindrücke und Informationen mit nach Berlin und München. Fazit war, dass man vor allem dann passgenaue Maßnahmen entwickeln könnte, wenn es gelänge, mehr Informationen über die Entscheidungswege des Nachwuchses zu erhalten. Daran will man beim nächsten Treffen arbeiten.
1 Kommentar
96
Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 28.11.2016 | 23:31  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.