DGB-Regionssekretär Peter Hofmann spricht
Rentensystem wackelt

Politik
Windischeschenbach
15.10.2016
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Kann man von der Rente noch leben? Mit dieser Frage beschäftigte sich der DGB-Regionssekretär Peter Hofmann in der Sitzung des Ortskartells im "Oberpfälzer Hof". "Wenn die ab 1976 Geborenen dies erreichen wollen, müssen sie heute für Änderungen eintreten. Das ist die Crux in der Auseinandersetzung", sagte Hofmann im "Oberpfälzer Hof".

Bei der Einführung der dynamischen Rentenversicherung 1957 wurde noch von einer Rente ausgegangen, die den Lebensstandard sichert. Die Marke, die dafür notwendig erachtet wurde, betrug 57 Prozent - damals vom Brutto. Betrachtet man die aktuellen Rentenzahlbeträge in der Oberpfalz so wird deutlich, dass es stetig bergab geht. Dieser Trend könne gestoppt werden. So müsse dafür Sorge getragen werden, dass die Renten den Löhnen folgen.

Ein Beispiel dafür zeigte Manfred Haberzeth, Seniorensprecher von Verdi auf: "Von 2005 bis 2015 sind die Löhne um 26 Prozent und die Renten nur um 14 Prozent angestiegen." Obwohl es eine Million Rentner mehr gibt, seien die Beiträge zur Rentenversicherung gesenkt worden. "Seit 2010 sind durch Kürzung des Bundeszuschusses noch 30 Milliarden entzogen oder neue gesellschaftliche Lasten drauf gesattelt worden." Damit habe man das sichere Umlagesystem zugunsten der Versicherungswirtschaft ins Wanken gebracht.

Daran orientieren sich die Gewerkschaften. "Niveau sichern, versicherungsfremde Lasten ausgliedern und verpflichtende Betriebsrente umsetzen", lauten die Schwerpunkte. Gelegenheit, darauf aufmerksam zu machen, ist die Ehrenamtlichentagung am Samstag, 22. Oktober, in Nürnberg.
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