Kanalbau, Kinderhaus, Schule
Stadt investiert in die Zukunft

Politik
Windischeschenbach
13.05.2016
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Die Stadtratssitzung am Mittwoch begann mit Applaus. Die Mitglieder aller Parteien hießen Waldemar Hampl im Gremium willkommen. Nach seiner langen Krankheit nahm der SPD-Stadtrat wieder an einer Sitzung teil. Für den Einstieg hatte er sich gleich ein arbeitsintensives Pensum ausgesucht. 17 Punkte standen auf der Tagesordnung.

"Vielen Dank an alle, die in der schweren Zeit an mich gedacht und mich unterstützt haben", sagte Hampl gerührt. "Ehre, wem Ehre gebührt", betonte Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Wir freuen uns, dass du wieder da bist."

Das Thema Kinderhaus beschäftigte das Gremium auch am Rathaustisch. Die Verwaltung hatte nun die Vereinbarung mit der Katholischen Kirchenstiftung St. Emmeram über den Betrieb des Kinderhauses vorbereitet. Der Stadtrat segnete das Schriftstück ab.

Weiter ging es mit den letzten Vergaben für das Kinderhaus. Die Firma Eduard Punzmann kümmert sich für 102 937 Euro um die Landschaftsbauarbeiten. "Schön, dass dieser Auftrag bei uns in der Stadt geblieben ist", merkte Budnik an.

Die Verglasungsarbeiten übernimmt die Firma Welz aus Sulzbach-Rosenberg zum Preis von 30 315 Euro. Für verschiedene Außenspielgeräte gibt es einen Kostenrahmen von 30 000 Euro. Was gekauft werden soll, können die Erzieherinnen mit der Verwaltung absprechen.

Die Zufahrt zur Mehrzweckhalle und zum Kinderhaus ist durch die Bauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Firma Hans Braun aus Rothenstadt wird für 19 198 Euro eine vier Zentimeter dicke Asphaltschicht auftragen.

Nicht mehr aufschieben lässt sich die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in der Ritzerberg- und Schillerstraße. Den Auftrag übernimmt die Firma Wilhelm Bauer (Erbendorf) für 438 190 Euro. Für neue Farbe in zwei Treppenhäusern und der kleinen Aula der Schule sorgt die Firma Bernhard Meier aus Neuhaus (5321 Euro). 50 Kanalschächte im Stadtgebiet sollen saniert werden. Dies soll die Firma ABS Meiler aus Wernberg-Köblitz übernehmen. Das Gremium steckte einen Kostenrahmen von 20 000 Euro ab.

Anwohner müssen sich nur am Standardausbau beteiligenGrößter Aufreger in der Sitzung war der geplante Ausbau des Lehnerbergs und der Bürgermeister-Gierisch-Straße. Am Mittwoch stand die Vergabe der Arbeiten an. Anwohner der Bürgermeister-Gierisch-Straße hatten in einem Brief an die Stadt befürchtet, sie würden durch den Ausbau mehr als notwendig zur Kasse gebeten. Sie kritisierten, dass die Erneuerung der Wasserleitungen und des Kanals als Gründe herhalten müssten, die Straße anschließend zu sanieren.

"In Wirklichkeit ist es genau andersrum", stellte Bürgermeister Karlheinz Budnik klar. Der Stadtrat habe vor einiger Zeit eine Prioritätenliste erstellt, auf der alle Ortsstraßen aufgeführt sind, die dringend gerichtet werden müssen. Nach der Burgstraße in Neuhaus sind nun der Lehnerberg und die Bürgermeister-Gierisch-Straße an der Reihe.

Da es keinen Sinn mache, eine Straße zu sanieren, ohne sich darum zu kümmern, was unter der Erde vorgehe, sei gängige Praxis, auch den Kanal zu erneuern, wenn schon mal aufgegraben werde. "Kanalarbeit aber werden nicht auf die Anwohner umgelegt", betonte der Rathauschef. Nur einen Teil des Standardausbaus der Straße müssten die Anlieger zahlen. "Alles, was darüber hinausgeht, ist Sache der Stadt."

Das Gremium lehnte mit den Stimmen von CSU und Freien Wählern deshalb einen Antrag der SPD ab, die Maßnahme zu verschieben. "Bis alle Ungereimtheiten geklärt sind", versuchte Sprecher Werner Sauer das Ansinnen der "Roten" zu erklären.

Die CSU schüttelte darüber nur den Kopf. Sogar von "Kasperltheater" war die Rede. Alle Anwohner seien im Februar umfassend informiert worden. "Wenn wir jetzt nicht beginnen, kommen wir nicht mehr hinterher", gab Matthias Schandri zu bedenken. Der Auftrag ging für 287 157 Euro an die Firma Erdbau Zeitler aus Kemnath . (mic)
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