Neugestaltung soll Verkehrsproblem in der Burgstraße lösen
Von der Einfahrt zum Platz

Eine 3-D-Animation macht's möglich: So könnte die Zufahrt zur Burgstraße in Neuhaus in Zukunft aussehen. Auf Poller will der Planer allerdings verzichten, denn Anwohner sollen jederzeit ein- und ausfahren können. Bild: Architekturbüro Schöberl
Politik
Windischeschenbach
10.06.2016
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Der Schilderwald in der Burgstraße beeindruckt die meisten Autofahrer nicht. Nur zu oft ignorieren sie Hinweise wie "Anlieger frei" oder "Parken verboten". "Wir müssen dieses Problem gestalterisch so lösen, dass niemand mehr reinfährt", erklärte Architekt Josef Schöberl die Pläne der Dorferneuerung.

In der Stadtratssitzung am Mittwoch informierte Schöberl über die Möglichkeiten, das noch nicht sanierte Stück der Burgstraße, das an die Marktplatz grenzt, zu gestalten. Bis jetzt präsentiert sich die Zufahrt zur Burgstraße wenig einladend. Schöberl bemängelt vor allem "das Sammelsurium an Dingen, die hier nichts verloren haben".

Neben den vielen Verkehrsschildern sind das zwei Stromversorgungskästen, der Löschwasser-Hydrant, ein Peitschenmast und die verschiedenen Infotafeln. Die unansehnliche Betonmauer und die großflächige Asphaltfläche bieten wenig Aufenthaltsqualität. "Der Eingang zur Burgstraße ist wie ein Trichter, der den Verkehr geradezu einlädt", kritisiert der Planer. "Das soll sich ändern."Schöberl stellt sich einen kleinen Platz vor. Das Problem: "Er muss alles können." Zum einen soll er sich zum Marktplatz hin öffnen, zum anderen soll er den Verkehr in der Burgstraße verhindern. Der Architekt sieht einen Kompromiss in einer Engstelle, die aber den landwirtschaftlichen Verkehr der Anwohner noch zulässt. Er wünscht sich, dass der Platz einen bleibenden Eindruck bei Besuchern hinterlässt. Aber auch die Menschen, die hier leben, sollen sich mit ihrem Platz identifizieren können. Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht ein Podest, das als Bühne genutzt werden kann. Der Platz soll ein Ort zum Verweilen werden, an dem Wanderer rasten und sich informieren können. Für kleinere Feste wie das Maibaumaufstellen, würde er sich ebenfalls eignen. Schöberl schlug deshalb vor, den Standort des Maibaums zu verschieben. Seiner Meinung nach würde ein Brunnen das Tor zur Burgstraße aufwerten. "Vielleicht lässt sich ein Künstlerwettbewerb für einen Zoiglbrunnen ausloten."

Dennoch möchte er den Platz nicht überladen und plädiert für eine zurückhaltende Gestaltung mit Granit, Glas und Stahl. Bäume sollen Schatten spenden und Sitzgruppen zum Verweilen einladen. Schöberl stellt sich Bodenstrahler vor. Was die Umgestaltung kosten würde, lässt sich noch nicht sagen. "Dafür müssen wir in die Detailplanung gehen", informiert der Architekt. Anwohner müssen nicht fürchten, finanziell zusätzlich belastet zu werden. "Sie zahlen nur den standardmäßigen Ausbau", betonte Bürgermeister Karlheinz Budnik.

Bereits am Dienstag hatte es eine Besprechung mit allen Anwohnern gegeben, die die Neuerungen befürwortet hätten. Auch der Stadtrat konnte sich damit anfreunden und beauftragte das Architekturbüro, die Planungen weiter voranzutreiben.

Der Eingang zur Burgstraße ist wie ein Trichter, der den Verkehr geradezu einlädt.Architekt Josef Schöberl
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