Staatsministerin bei Einweihung der Kinderoase St. Emmeram
Ich bin Emilia, wie heißt du?

Weiß mit blauen, grünen und gelben Akzenten - der symbolische Schlüssel, den Architekt Armin Juretzka (links) an Bürgermeister Karlheinz Budnik und Pfarrer Hubert Bartel (rechts) überreichte, spiegelte das Farbkonzept der "Kinderoase St. Emmeram" wider.
Politik
Windischeschenbach
17.10.2016
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Der Nachwuchs staunt, als plötzlich fremde Erwachsene um den Brotzeittisch herumstehen. Staatsministerin Emilia Müller nimmt sich Zeit, um mit den Kleinen zu plaudern. "Hallo, ich bin die Emilia. Und wie heißt ihr?", begrüßt der Gast aus München die Mädchen und Buben der "Kinderoase St. Emmeram".

Bürgermeister Karlheinz Budnik hatte die Gunst der Stunde genutzt und zeigte der Ministerin noch kurz die neuen Räume, bevor es zum offiziellen Teil in die Aula der Schule ging. Dort warteten schon die Festgäste, die zur Einweihung der Kindergartens in der Kerschensteiner Straße gekommen waren. Die Vorschulkinder stellten mit ihrem Lied "Komm bau ein Haus, dass uns beschützt" gleich einmal klar, wer die Hauptpersonen waren. Doch ganz ohne Reden ging es natürlich nicht.

"Wir stehen dazu, dass gerade Kindern ein Platz ganz oben auf der Prioritätenliste gebührt", betonte der Bürgermeister. "Wenn wir junge Eltern hier in Windischeschenbach halten wollen, müssen wir ihnen mehr bieten, als Arbeitsmöglichkeiten und Wohnraum." Budnik dankte der Kirchenverwaltung St. Emmeram, die wie bisher auch weiterhin Träger der Einrichtung sein wird. Insgesamt kostete der Neubau 2,4 Millionen Euro, davon steuerte der Freistaat 1,2 Millionen Euro an Zuschüssen zu.

Wichtiger Beitrag


Emilia Müller gab dem Bürgermeister recht, als sie sagte, dass zur Lebensader jeder Kommune nicht nur Kultur und Bildung, sondern auch ein familienfreundlicher Kindergarten gehöre. "Das ist ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie." Der Freistaat stehe zu seiner Verantwortung. Müller wünschte der Kinderoase einen guten Start, viel Glück und Gottes Segen.

Pfarrer Hubert Bartel blickte auf eine seiner ersten Amtshandlungen vor zwei Jahren zurück. "Das war eine Kirchenverwaltungssitzung", erinnerte er sich. Und damals sei die Frage der Trägerschaft für den neuen Kindergarten besprochen worden. Schnell sei klar gewesen: "Wir wollen auch weiterhin für die Kinder da sein."

Landrat Andreas Meier hatte andere Sorgen: "Ich möchte schon mal einen Platz reservieren, allerdings erst in zweieinhalb bis drei Jahren", schmunzelte er. Töchterchen Katharina, sieben Wochen alt, bekam davon noch nichts mit, sondern verschlief den Festakt unter der Obhut von Mama Jutta. Den guten Wünschen schlossen sich auch die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Annette Karl an.

Nach der Schlüsselübergabe und dem Segen von Pfarrer Bartel und Pfarrer Christoph Zeh durften alle Festgäste die neuen Räume des Kindergartens besichtigten: "Wirklich gelungen", hieß es von allen Seiten.

Licht und Sonne


Architekt Armin Juretzka freute sich über das Lob für die Gestaltung. "Licht und Sonne war unser Thema, und das durften wir 1:1 umsetzen", freute er sich. Reizarm und trotzdem "warm" seien weiter Vorgaben gewesen. "Dazu trägt das Farbsystem bei: abgestufte Grün-, Gelb und Blautöne dienen als Leitfarben."
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