Stadt will neues Baugebiet erschließen
13 Parzellen mitten in der Stadt

Der Stadtrat stellte die Weichen für 13 neue Parzellen im Baugebiet "Hofzelch".
Politik
Windischeschenbach
15.04.2016
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Davon können andere Kommunen nur träumen: Der Stadt ist es gelungen, das ein Hektar große Gelände im Baugebiet "Hofzelch" zu kaufen. Sie kann nun 13 Parzellen mitten in der Stadt erschließen.

Architekt Josef Schöberl erläuterte dem Stadtrat am Mittwoch, welche Anforderungen heutzutage an ein modernenes Baugebiet gestellt werden. Der Bebauungsplan stammt von 1992. Die letzte Änderung beschloss der Stadtrat im Jahr 2000. "Die Zeit hat den Bebauungsplan überholt", sagte er. Die Vorstellungen der Bauherren seien ganz andere als noch vor 16 Jahren - auch energetisch. Deshalb sei es notwendig, den Plan auf den neuesten Stand zu bringen.

Schlanker Bebauungsplan


"Der Trend geht zur zweigeschossigen Bauweise mit flacher Dachneigung", informierte der Fachmann. Bis jetzt hätten die Vorschriften im Gebiet "Hofzelch" nur Satteldächer zugelassen. Schöberl plädierte für einen "schlanken Bebauungsplan", der vieles möglich macht, auch Walm-, Flach- oder Steildächer. Diese Regelung soll für das gesamte "Hofzelch"-Areal gelten. Das heißt, Hausbesitzer können ihre bestehenden Anwesen ebenfalls nach der neuen Verordnung umbauen.

"Das sind Sahnegrundstücke mitten in der Infrastruktur", schwärmte der Architekt. "Kurze Wege zur Schule und zum Kindergarten, kein Durchgangsverkehr und ein unverbauter Blick auf die Stadt." Ein kleiner Nachteil sei das leichte Gefälle von acht Prozent.

"Wir haben beste Voraussetzungen, da alle Anbindungen bereits da sind", erklärte Schöberl. Eine versetzte Straßenführung soll die Wohnqualität heben und die Geschwindigkeit reduzieren. Er plädierte dafür, Parkbuchten und Grünflächen einzuplanen. Einstimmig beschloss der Stadtrat mit den weiteren Planungen den Parksteiner Architekten zu beauftragen.
Das sind Sahnegrundstücke mitten in der Infrastruktur. Kurze Wege zur Schule und zum Kindergarten, kein Durchgangsverkehr und ein unverbauter Blick auf die Stadt.Architekt Josef Schöberl
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