Treue Genossen in Windischeschenbach
SPD hofft auf Unterstützung

Die SPD ehrte treue Mitglieder, die seit Jahrzehnten den Ortsverein unterstützen. Bild: ab
Politik
Windischeschenbach
30.06.2016
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Nicht Fußball stand im Sportheim der Spielvereinigung im Mittelpunkt, sondern Kommunalpolitik, die teilweise heftig diskutiert wurde. Anlass war die Jahreshauptversammlung der SPD, die Vorsitzender Stefan Seitz mit einem Gedenken an die kürzlich gestorbene Marianne Haberzeth eröffnete. "Sie war ein wertvoller Mensch, und ihr früher Tod hat uns bestürzt."

133 Einwohner weniger


Der Vorsitzende ließ zahlreiche Aktionen Revue passieren, unter anderem die Teilnahme am Bürgerfest. "Wir sind ein lebendiger Verein, der sich politisch und gesellschaftlich einmischt", lobte Seitz.

Fraktionsvorsitzender Werner Sauer beleuchtete die Arbeit im Stadtrat, zählte Straßenbaumaßnahmen auf, informierte über die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle, das neue Kinderhaus sowie das Baugebiet Hofzelch, das erschlossen wird. In diesem Zusammenhang bedauerte Sauer, dass trotz Bauaktivitäten die Einwohnerzahl ständig zurückgeht. In 3 Jahren habe die Stadt 133 Einwohner verloren. In der Folge werden auch die Stadtratsmitglieder weniger. Zur Sprache kam der Johannissteig, der zur Zeit gesperrt ist. "Über eine Wiedereröffnung wird diskutiert und es scheint, dass es eine Einigung gibt."

Delegierte oder Ersatzdelegierte zur Bundeswahlkreiskonferenz sind Stefan Seitz, Werner Sauer, Petra Böhm und Angela Erfurt. Geehrt wurden in der Jahreshauptversammlung langjährige Mitgliedern. Für 60 Jahre Fritz Bergler, Heinz Zuber und Helmut Schmidt, für 50 Jahre Siegfried Günthner, 40 Jahre Otto Riedl und 25 Jahre Ludwig Gmeiner. Nachdenklich stimmende Worte richtete Manfred Haberzeth, Seniorensprecher bei Verdi Oberpfalz, an die Zuhörer. Er bedauerte, "dass sich die Mitglieder mit einer Menge Kritik auseinandersetzen müssen, obwohl die Bremser für eine sozialere Politik nicht in ihrer Partei sitzen".

Appell an Senioren


Das könne man bei der Steuerpolitik, bei den Verbesserungen in der Arbeitswelt oder auch bei den Anstrengungen, die Altersarmut zu bekämpfen, beobachten. "Immer wieder werden positive Veränderungen torpediert", kritisierte Haberzeth.

Besonders wichtig sei die Unterstützung durch die Jubilare. Ohne deren Einsatz gäbe es zum Beispiel die Rechtsgrundlagen für den Mindestlohn, Werkverträge oder Leiharbeit nicht. "Arbeit darf nicht arm machen. Doch ohne deutliche Unterstützung kann die positive Entwicklung schnell wieder stecken bleiben", mahnte der Redner.
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1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 30.06.2016 | 15:03  
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