600 Jahre Zoigltradition in Neuhaus
Zoiglbrauer feiern leise

Beim Treffen im Brauhaus, bei geselligen Abenden und einem Ausflug stärkten die Neuhauser Komunbrauer im Jubiläumsjahr ihr Wir-Gefühl. Bild: ui
Vermischtes
Windischeschenbach
05.01.2016
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Es gab eine Verlosung für Besucher der sechs öffentlichen Zoiglzapfstellen und eine Sonderausstellung im Museum. Ansonsten machten die Neuhauser Zoiglbrauer wenig öffentliches Tamtam um ihren 600. Geburtstag.

Neuhaus. "Bahler"- Wirt Thomas Witt gab als Vorsitzender der brauberechtigten Bürger im Gespräch mit Redakteur Uwe Ibl Antworten, warum das Jubiläumsjahr dennoch gelungen ist.

Wie haben die Neuhauser ihr Jubiläum 600 Jahre Braurecht begangen?

Thomas Witt: Im Januar gab es ein Treffen mit allen Brauern im Brauhaus. Im Februar feierten wir an St. Agatha einen Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Mitglieder. Nächste Aktion war am 23. April, dem Tag des Bieres, ein Hausbrauerabend mit allen Brauberechtigten samt Familie beim "Sausewind" im Gasthof "Waldnaabtaler". Höhepunkt war der Auftritt des Kohlberger Gaudiburschen "Lucky". Im Juni gab es eine Verlosungsaktion in jeder der sechs Zoiglstuben für die Gäste. Jedes Los mit einer der Nummern 6, 60 oder 600 bedeutete einen Gewinn. Es folgte ein Ausflug nach Thundorf in Unterfranken zu Egon Klöffel, dem Braumeister der dortigen Hausbrauer und Vorsitzenden des fränkischen Hausbrauerbundes. Schließlich gab es kurz vor Weihnachten noch einen gemütlichen Jahresabschluss.

Wie kam die Sonderausstellung im Waldnaabtalmuseum in der Burg Neuhaus an?

Thomas Witt: Sie wurde sehr gut angenommen. Der OWV, der das Museum betreut, war begeistert. Auch beim Tag der Kommunbrauer am 3. Oktober schauten sich viele Besucher die Schau an. Die Resonanz war so gut, dass die Ausstellung auch 2016 noch zu sehen ist.

Das waren auch viele interne Aktionen. Warum hat man das Ereignis nicht für ein großes werbewirksames Fest genutzt?

Thomas Witt: Die Mehrheit der Mitglieder hat sich dafür ausgesprochen, miteinander zu feiern.

Hat sich durch die geselligen Zusammenkünfte und Fahrten das Verhältnis untereinander sowie zwischen Hausbrauern und den Betreibern der Zoiglstuben verändert?

Thomas Witt: Das hat eigentlich immer gepasst. Wir sind aber noch etwas enger zusammengerückt.

Was steht 2016 an?

Thomas Witt: Die Planungen, auch für den 3. Oktober, müssen erst noch beginnen. Von Mitgliedern kam die Anregung, so etwas wie den Ausflug jedes Jahr zu machen. Die Verlosung kam gut an, war aber aus Anlass des Jubiläums eine einmalige Aktion. Geplant ist zumindest vorerst nichts Ähnliches. Aber über weitere Ideen können wir ja mal sprechen.

Gibt es Veränderungen für die Gäste?

Thomas Witt: Zoigl gibt es in diesem Jahr überall nur noch von Freitag bis Montag. Am Dienstag sperrt in der Regel keiner auf.
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