Abschied von Johann Weis
Pfarrer mit Leib und Seele

Hauptzelebrant Weihbischof Reinhard Pappenberger feierten mit 20 weiteren Geistlichen den Trauergottesdienst in der Windischeschenbacher Stadtpfarrkirche. Bilder: ab (2)
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Windischeschenbach
25.01.2016
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Eine große Trauergemeinde nahm am Samstag Abschied von Pfarrer Johann Weis. Weihbischof Reinhard Pappenberger forderte die Gläubigen in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche auf, dem Priester zu danken für das Vorbild, das er stets gewesen sei.

Bischöflich Geistlicher Rat Weis war beliebt, angesehen und als Pfarrer hochgeschätzt. Das bewies die große Zahl an Trauergästen. "Er war mit den Menschen unterwegs auf den Spuren zu Gott, die Begegnungen mit den Menschen waren ihm ein stetes Anliegen", betonten die Redner. 1953 zum Priester geweiht, war ihm die Seelsorge ein besonderes Anliegen bis zum letzten Tag seines Lebens. Am Samstag, 16. Januar, war Weis gestorben.

Mehr als 20 Geistliche konzelebrierten den Trauergottesdienst, den der Kirchenchor St. Emmeram unter Leitung von Chordirektor Helmut Wolf mit dem Requiem von Fridolin Limbacher feierlich gestaltete. Besonders berührend war zum Schluss das von Professor Dr. Bernhard Schmaus gesungene "Ave Maria". Seine Frau begleitete ihn an der Orgel.

"Er war ein Geschenk"


Hauptzelebrant Weihbischof Pappenberger forderte die Gläubigen auf, "um den Frieden für den Verstorbenen zu beten und ihm Dank zu sagen für das wohlwollende und ermunternde Vorbild, das der Verstorbene in seinem Leben gegeben hat". Dekan Gerhard Pausch würdigte in der Predigt das Anliegen des Verstorbenen, "nicht aufzugeben, sondern jeden Tag mit Mut und in Frieden das Evangelium in die Welt zu bringen. "Johann Weis war Seelsorger mit Leib und Seele, er war ein Geschenk. Das durften wir spüren." Pausch dankte auch jenen, die immer treu sorgend für Weis da waren.

Mit 58 Jahren hatte Weis die Pfarrei St. Ulrich in Wilchenreuth übernommen. Sein segensreiches Wirken würdigte Josef Greiner stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft, als "Wilchenreuther Lebenswerk". "Sein beispielhaftes Handeln und Wirken hat Spuren hinterlassen", betonte die Theisseiler Bürgermeisterin Marianne Rauh. "Er ist zwar von uns gegangen, aber nicht aus unseren Herzen."

Gewissenhafter Mitstreiter


Nachrufe sprachen des Weiteren Franz Pöllath für die Feuerwehren Roschau, Edeldorf und Bergnersreuth. "Er war uns ein guter Kamerad. Seine Lebensfreude war ansteckend." Viele Jahre war Weis Religionslehrer an der Berufsschule in Weiden. "Er war im Kollegium ein gewissenhafter Mitstreiter und hochgeachtet", betonte Schuldirektor a. D. Horst Fischer. Nach dem Requiem bewegte sich ein langer Trauerzug zum Windischeschenbacher Friedhof. Dort nahm Dekan Rainer Jeschner die Aussegnung vor, anschließend wurde der Verstorbene im Priestergrab beigesetzt.
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