Alte Tradition
Gemeindereferent Helmut Nürnberger stellt Kolpingsfamilie das Heilige Jahr vor

Für die katholische Kirche ist 2016 das "Heilige Jahr". Nach alttestamentarischer Tradition sieht die Berechnung dazu so aus: Jedes siebte Jahr galt als Sabbatjahr, nach sieben mal sieben Jahren war das folgende 50. Jahr das Jahr, in dem die Heilsgeschichte Gottes einen neuen Anfang nahm.

Das Heilige Jahr 2016, und damit verbunden die Werke der Barmherzigkeit, bildeten den Schwerpunkt eines Vortrages bei der Kolpingsfamilie. Gemeindereferent Helmut Nürnberger, erläuterte die Werke der Barmherzigkeit, zu denen Papst Franziskus schreibt: "Es ist mein aufrichtiger Wunsch, dass die Christen während des Jubiläums über die leiblichen und geistigen Werke nachdenken".

So gehört zu den Werken der "Leiblichen Barmherzigkeit" die Speisung Hungriger und Durstiger, das Bekleiden Nackter, die Pflege Kranker und die Aufnahme Fremder. Zu den Werken "Geistiger Barmherzigkeit" zählt die Lehre Unwissender und Zweifelnder, das Zurechtweisen von Sündern , das Trösten Betrübter und das Gebet. "Auch wir werden gefragt, ob wir geholfen haben, den Zweifel zu überwinden, der Angst schüren und oft auch einsam machen kann", sagte Nürnberger.

Erstmals im Lateran


Zur Tradition des Heiligen Jahres gehört seit dem Jahr 1300 eine maßgebliche Rolle der Heiligen Pforte in Rom. Denn damals wurde erstmals eine solche Pforte für die Kirche des Bischofs von Rom, die Lateranbasilika, erwähnt. Schon bald hatte auch die Papstkirche Maria Maggiore eine Heilige Pforte.

Nürnberger wies darauf hin, dass die Heilige Pforte im Bistum Regensburg im Jahr der Barmherzigkeit ihren Platz in der Regensburger Klosterkirche St. Joseph am Kornmarkt hat. Bischof Rudolf Voderholzer öffnete sie am 13. Dezember. Am 8. Dezember eröffnete der Papst das Heilige Jahr. Zuletzt war 2000 ein Heiliges Jahr.
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