Anton Sammet stellt in Kapelle im Haus Johannisthal aus
Freuden und Leiden Mariens

Anton Sammet präsentiert im Haus Johannisthal Freuden und Leiden Mariens. Bild: wrt

Gut, dass sich der Künstler nach anfänglichem Zögern - inspiriert durch den Heiligen Geist - dann doch der Herausforderung stellte, die sieben Freuden und Leiden Mariens bildlich darzustellen. Was demnächst den Innenraum der Wald- und Marienkapelle beim Haus Johannisthal schmücken wird, wurde Besuchern schon mal im Untergeschoss des Exerzitienhauses vorgestellt. Nachdem Weihbischof Reinhard Pappenberger beim Besuch den Anstoß gegeben hatte, die Idee von Direktor Manfred Strigl freudig übernommen und letztlich auch der Künstler Anton Sammet überzeugt worden war, sind die Freuden und Leiden der Gottesmutter jetzt in jeweils sieben Bildern dargestellt.

Direktor Strigl und Sammet erzählten den Besuchern augenzwinkernd von kleineren Problemen, die mit Kompromissen gelöst werden konnten, als sich beispielsweise bei der papiertechnischen Gestaltung des Begleithefts die Sicht des Künstlers und des Direktors nicht einhundertprozentig deckten. Der Maler erklärte anhand eines der Bilder die speziellen Probleme und Herausforderungen bei diesem Auftrag. Zum einen war es das DIN-A5-Format, das zwingende Vorgabe war, um dem kleinen Innenraum mit runden Wänden gerecht zu werden. Zum anderen das Problem, einen roten Faden zu finden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist dem Künstler offensichtlich gelungen: Im expressionistischen Malstil arbeitete er mit Acrylfarben, mit Klarlack überzogen. Durch alle Werke zieht sich goldenes Blattmetall als Sinnbild für das göttliche Wirken. Rote (Freuden) oder blaue (Leiden) Passepartouts markieren die Lebensstationen Mariens. Bei der Führung durch die Ausstellung wurden die Besucher auch mit ungewöhnlichen Gedanken aus der Sicht des Künstlers konfrontiert: So heißt es "aus der Sicht des Malers" beispielsweise: "... Friede den Menschen, auch die bösen Willens sind..."

Im umfangreichen Begleitheft können diese Anstöße - neben dem entsprechenden Bibeltext und Fragen zum Nachdenken - nachgelesen werden. Ein Anliegen des Künstlers ist es, dass Texte und Bilder zu neuen Gedanken anregen, und dass, wie er es formuliert, "der Betrachter zum Schöpfer seines Kopfbildes" wird.
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